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„Ein Riesenspaß“: Ildikó von Kürthy im Interview

7. Februar 2018: „Hilde. Mein neues Leben als Frauchen“

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Die Schriftstellerin und Journalistin Ildikó von Kürthy mit Vierbeiner Hilde.
Die 50-jährige Ildikó von Kürthy spricht im Interview über ihre Erfahrungen als Hundehalterin. Foto: Frank Grimm

Das Leben als Hundebesitzerin stellt einen immer wieder vor neue Herausforderungen – dieser Tatsache ist sich auch die Schriftstellerin und Journalistin Ildikó von Kürthy bewusst, die seit anderthalb Jahren den Mischling Hilde als Mitglied ihrer Familie zählt. Im Rahmen ihres neuen Buches „Hilde. Mein neues Leben als Frauchen“ versorgt die 50-jährige ihre Leserschaft nun mit Anekdoten aus ihrem Alltag mit dem Vierbeiner. Im Interview mit dem STADTMAGAZIN sprach die Autorin über die Eigenarten ihres Hundes, verwirrenden Begegnungen beim Gassi gehen und erklärt, warum ihre Show mit einer Lesung nichts zu tun hat.

Würden Sie sich selbst als strenge Hundebesitzerin bezeichnen oder lassen Sie vielleicht sogar manchmal zu viel durchgehen?
Bei meinen Kindern lasse ich mitunter bestimmt manchmal zu viel durchgehen, in Bezug auf meinen Hund habe ich diese Fehler jedoch nicht gemacht. Mir war nämlich von vornerein klar: nur ein gut erzogener Hund ist ein freier Hund. Schließlich kann ich Hilde nur von der Leine lassen, wenn ich auch sicher gehen kann, dass sie keine Dummheiten macht. Und seien wir ehrlich: durchgängiges Spazieren an der Leine, das macht uns beiden keinen Spaß. Gott sei Dank ist Hilde kein schwieriger Hund, demnach ist es keine Meisterleistung sie zu erziehen.

Sie beschreiben Hilde in ihrem Buch als „reinrassigen Angsthasen“. Inwiefern äußert sich das?
Es ist sehr eigenartig, aber Hilde fürchtet sich eigentlich nur vor ihren Artgenossen. Egal ob Hunde, die größer sind als sie selbst oder ein dunkles Fell haben: entweder hat Hilde Angst oder sie kann die anderen Vierbeiner nicht leiden. Demnach weiß ich was zu tun ist, wenn Hilde doch einmal nicht gehorcht: sich einfach einem anderen Hund widmen und sie eifersüchtig machen. Das läuft bei Männern ja bekanntlich nicht anders …

Im Rahmen ihrer Show werden sie nicht nur vorlesen, sondern auch Szenen aus Ihrem Buch nachspielen. Was darf man sich darunter vorstellen?
Die Show ist tatsächlich relativ weit weg vom Buch, demnach kann ich mich hemmungslos gehen lassen und Dinge darstellen, die völlig überspitzt sind und mit der Wahrheit eigentlich gar nichts mehr zu tun haben. Gemeinsam mit Jasmin Wagner, die in Bremen meine Bühnenpartnerin sein wird, werde ich fernab von politischer Korrektheit über Hundebesitzer lästern, mit einer Bockwurst in der Hand über die Bühne kriechen und beweisen, dass es sich um keine Lesung sondern eine richtige Show handelt: herrlich entwürdigend und einfach ein Riesenspaß. Natürlich ist Hilde als mein fester Partner auch an meiner Seite.

Würden Sie sagen, dass man als Hundebesitzerin, ähnlich wie als Mutter, mit gewissen gesellschaftlichen Anforderungen konfrontiert wird?
Total, das merke ich immer wieder. Erst kürzlich hatte ich ein Erlebnis, das mich wirklich sprachlos gemacht hat. Ich war mit Hilde unterwegs, als sie einen Haufen vor einem Geschäft machen wollte. Das geht natürlich gar nicht, demnach zog ich sie weiter bis zum nächsten Grünstreifen. Daraufhin rief mir eine empörte Frau zu, was mir denn einfiele, den armen Hund einfach weiterzuziehen. Tja, in ihren Augen habe ich Hilde scheinbar ein Toilettentrauma verpasst.

Mittwoch, 7. Februar 2018, Fritz Theater, 19.30 Uhr. Wir verlosen 2×2 Tickets plus Buch. Schicken Sie bis zum 3. Februar eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten sowie dem Betreff „Hilde“ an verlosung@stadtmagazin-bremen.de.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.