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„Zauberei, Ironie und Wortwitz“

David Lavé hat im Zaubertheater Bremen seinen magischen Heimathafen gefunden

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Kartentricks mit direkter Nähe zum Publikum: Das präsentiert David Lavé im Zaubertheater Bremen in der Überseestadt. Foto: Zaubertheater Bremen

Ein Seil und ein Metallring, ein Kartenspiel und ein paar geliehene Gegenstände von seinen Gästen: Wenn sich Zauberkünstler David Lavé dem Publikum widmet, sind es simple Requisiten, denen er sich bedient. Der Grund dafür liegt seinem Verständnis von Zauberei zu Grunde, das er regelmäßig im eigenen Theater in der Überseestadt präsentiert.

„Einen professionellen Zauberer erkennt man daran, dass seine Tricks zwar überschaubar in der Zahl, dafür aber perfektioniert in der Durchführung sind“, erklärt der Entertainer. Eine Tatsache, die ihn selbst immer wieder reize. „Ich liebe es, neue Tricks zu üben, feile teilweise Jahre an den Feinheiten.“ David Lavé, der mit bürgerlichen Namen Thorsten Weber heißt, hat in der Zauberei nicht nur einen Beruf, sondern seine Berufung gefunden. Was im Studium als lukrativer Nebenjob begann, ist heute sein festes Standbein – und das bereits seit rund 30 Jahren.

„Ich habe früh festgestellt, dass ich gerne vor Publikum stehe“, sagt er. „Nach meinem BWL-Studium wagte ich den Sprung ins kalte Wasser und entschied mich dazu, es als Berufszauberer zu versuchen.“ Eine Entscheidung, die sich als Erfolgsgarant erweisen sollte. Zunächst für eine Agentur auf kleinen Veranstaltungen tätig, wurden schon bald Messen, Großveranstaltungen, Varieté-Theater und Kreuzfahrtschiffe zum temporären Arbeitsplatz David Lavés. „Ich habe auf rund 150 Veranstaltungen jährlich gezaubert und jedes Jahr etwa 80.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt“, erinnert er sich. Mittlerweile hat er jedoch seinen magischen Heimathafen gefunden.

Seit Ende 2019 betreibt er gemeinsam mit seiner Frau Birgit Weber das Zaubertheater Bremen am Holzhafen in der Überseestadt. „Ich habe lange nach einem geeigneten Standort gesucht“, erzählt der Künstler. Die Räumlichkeiten im historischen und denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Feuerwache hätten es ihm schließlich angetan. Vor allem die hohen Decken würden ihm wortwörtlich in die Karten spielen. „Unsere Veranstaltungsstätte ist ein Close-up-Theater“, beschreibt er das Konzept. Die Nähe zum Publikum, eine intime Atmosphäre und persönlicher Kontakt zu den Zuschauerinnen und Zuschauern – das sei es, was sein Programm auszeichnet. Möglich machen dies die 35 bestuhlten Sitzplätze, angeordnet in drei Reihen um die kleine Bühne. „Man kann mir von überall aus direkt auf die Finger gucken“, so Lavé, „und ich kann Tricks ganz anders ausspielen.“ Zwei Mal 45 Minuten dauert eine Show im Zaubertheater Bremen, hinzu kommt eine zwanzigminütigen Pause. Das Programm fasst der Entertainer inhaltlich selbst wie folgt zusammen: „Es ist eine Abendveranstaltung mit viel Zauberei, Ironie und Wortwitz. Sie eignet sich für alle Kulturinteressierten, die Lachen und Staunen wollen.“ Zudem bestehe die Möglichkeit, Buchungen für Exklusivveranstaltungen vorzunehmen. „Etwa für Weihnachtsfeiern“, sagt Lavé.

Auch wenn der Künstler sein Leben als magischer Weltenbummler genossen hat, bietet ihm der Betrieb seines eigenen Theaters neue und attraktive berufliche Möglichkeiten. „Früher konnte ich auf Veranstaltungen oft nur einen Bruchteil meines Repertoires zeigen“, so der Zauberer. „Heute kann ich 90 Minuten füllen und habe zusätzlich ein Publikum, das Lust auf einen Abend voller Zauberei hat. Ein echtes Privileg!“

Infos zu den Spielzeiten und Tickets: www.zaubertheater-bremen.de.