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Wettbewerb mit Spaßfaktor

„Die Große Musikvideoshow“ geht in die 14. Runde

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Foto: KW

Giftgrüne Plakate und Bierdeckel kündigen es an: „Die Große Musikvideoshow“ steht bevor. Bereits zum 14. Mal bietet sich Musikern und Filmemachern die Chance, ihren kreativen Output dem interessierten Publikum zu präsentieren und sich mit anderen zu messen. Wir haben Initiator und Veranstalter Stevie Schulze zur Historie und Zukunft des Events befragt.

Herr Schulze, die Musikvideoshow findet in diesem Jahr zum 14. Mal statt. Wie kam es dazu, diesen Wettbewerb ins Leben zu rufen?
Stevie Schulze: Zu Beginn der 2000er-Jahre habe ich zusammen mit Markus Wustmann etwa 20 Musikvideos produziert. Dann kam der große Knick in der Plattenbranche und es fehlte das Geld, um weiterzumachen. Eines Tages kam das Filmbüro Bremen mit der Idee auf mich zu, einen Filmabend mit meinen Arbeiten zu veranstalten. Einen Stevie-Schulze-Abend fand ich aber doof, zumal ich kein einziges Video allein gemacht habe.

Wer war noch dabei?

Vor allem habe ich mit Markus Wustmann gearbeitet, der dann auch acht Jahre die Musikvideoshow mitorganisiert hat. Marcus und ich haben andere Produzenten von Musikvideos gefragt, ob sie nicht mitmachen wollen – 13 haben zugesagt, jene Anzahl an Filmbeiträgen, die wir auch heute noch bei der Show zeigen. Das Comedy-Duo Charles und Erika übernahm die Moderation. Von ihnen kam die Idee zum Wettbewerb.

Die älteren Semester sind mit MTV und Viva aufgewachsen. Hat sich die Bedeutung von Musikvideos seitdem verändert?
Ja, und wie! Damals war das Internet so lahm, dass Videos stark komprimiert werden mussten. Das Musikfernsehen war deshalb so wichtig, weil dort Videos in hoher Qualität gezeigt werden konnten. Heute kann jeder sein Video im Internet veröffentlichen. So gibt es zwar Unmengen an Videos, darunter spaßige, aber auch viele langweilige.

Spiegelt sich diese Entwicklung in den Einsendungen wider?
Ja, es werden viele Videos eingesendet, die qualitativ von höchst professionell bis grottenschlecht reichen. Ein gutes Video muss nicht zwingend perfekt umgesetzt sein, sollte aber eine originelle Idee zeigen. Ein gewisser Trash-Faktor kann beim Publikum und der Jury auch gut ankommen.

Mitmachen können Filmemacher aus Bremen und Niedersachsen. Warum ist so ein regionaler Wettbewerb wichtig?
Wir wollten zeigen, dass man nicht nach Hamburg gehen muss, um gute Musikvideos zu drehen. Auch in Bremen und umzu gibt es Kreative, die viel Zeit investieren und ihr Know-how unter Beweis stellen. Die Musikvideoshow ist Wettbewerb und Plattform zugleich. Musiker und Filmemacher kommen bei unseren Events in Kontakt und finden für gemeinsame Projekte zusammen. Das ist wunderbar!

Wie steht es um die Zukunft des Events?
Videos sterben nicht aus und die technischen Möglichkeiten sind immer besser zugänglich. Junge Filmemacher entwickeln ihren ganz eigenen Stil, ob mit Handy, GoPro oder Drohne – da wird noch jede Menge Spannendes entstehen. Die Musikvideoshow bleibt eine offene und bunte Plattform für Filmer und Musiker.

Donnerstag, 12. September, 20 Uhr, Modernes.

Weitere Infos: www.musikvideoshow.de

Wir verlosen 3×2 Tickets. Schicken Sie uns bis zum 6. September eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten und dem Betreff „Musikvideoshow“ an verlosung@stadtmagazin-bremen.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.