Start Veranstaltungen Vorhang auf für neue Produktionen

Vorhang auf für neue Produktionen

Das siebte „Filmfest Bremen“ findet vom 20. bis 24. April live vor Ort sowie im Stream statt

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Foto: Philip Kuehl

Zehn Weltpremieren, vier Europa- und fast 50 Deutschlandpremieren: Das 7. „Filmfest Bremen“ feiert die filmische Vielfalt vor Ort sowie digital. Vom 20. bis 24. April mit Veranstaltungen in der Stadt und bis zum 1. Mai online per Stream. Das Filmfest startet mit dem 48-Stunden-Kurzfilmwettbewerb „Klappe!“. Es folgen insgesamt 160 Filme aus 38 Ländern. Als Eröffnungsfilm wird „Berlinale“-Gewinner „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ von Andreas Dresen laufen. Den mit 17.500 Euro dotierten „Bremer Filmpreis“ erhält in diesem Jahr der internationale Filmemacher Aki Kaurismäki, der bereits für einen Oscar nominiert wurde.

Ursprünglich startete das „Filmfest Bremen“ als 24-Stunden-Marathon, entstanden aus gemeinsamer Arbeit der Bremer Filmschaffenden Ilona Rieke vom Filmbüro Bremen e. V. und Matthias Greving von der Produktionsfirma Kinescope Film. Neben der Möglichkeit, lokalen Produktionen einen angemessen Rahmen zu geben, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren, wollten sie eine Plattform schaffen, um die Film- und Medienszene vor Ort und in näherer Umgebung miteinander zu vernetzen. Seit dem vierten Festival geschieht dies sogar auf internationaler Ebene: Mittlerweile werden Produktionen aus der ganzen Welt eingereicht, unter anderem aus Ländern wie Spanien, Israel, England oder Uruguay. Dies sei dem Streben nach Wachstum und der überregionalen Vernetzung geschuldet, erklärt Marc Sifrin, Head of Organisation des Filmfestes. So können sich Filmschaffende aus aller Welt begegnen und austauschen.

Das einzige deutschlandweite Festival
der Sparte Humor/Satire

Mit insgesamt vier Sektionen ist das Genre so breit gefächert wie die Palette der Herkunftsländer – angefangen bei der Sparte Humor/Satire, welche das Filmfest Bremen als einziges Festival deutschlandweit präsentiert. Eine weitere ist die besondere Sektion Innovation. „Das ist nochmal etwas ganz anderes, hier werden teilweise Experimentalfilme und neue Erzählformen weg von den konventionellen Strukturen gezeigt“, erklärt Sifrin. Hinzu kommen die Rubriken des Publikumspreises für Bremen und für Niedersachsen, die mit ihrem regionalen Bezug ein zentrales Element des Filmfestes darstellen. Außerdem die jährlich wechselnde Rubrik, die dieses Mal zum Thema Nachhaltigkeit besetzt wurde. Von fiktiven Kurzfilmen, über Dokumentationen, die sich mit Missständen auseinandersetzen, bis hin zu Filmen, bei denen der Fokus auf die Nachhaltigkeit der Produktion gelegt worden ist, hat die Sichtungskommission ein umfangreiches Potpourri ausgewählt. Die Jury für Nachhaltigkeit größer als die anderen. Sifrin sagt dazu: „Es ist eine tolle Jury, bei der alle Aspekte für den Klimaschutz und die notwendige Motivation in unserer Gesellschaft besetzt sind.“ Darunter sind beispielsweise der Regisseur Erwin Wagenhofer, der Dokumentationen wie „We Feed The World“ gemacht hat oder die Juristin und Autorin Claudia Rinke, die unter anderem für die United Nations (UNO) gearbeitet hat. Auch die Zahl der Spielstätten ist umfangreicher geworden, neben den Programmkinos Schauburg, Atlantis, Cinema im Ostertor, dem City46 und dem Theater Bremen gesellt sich dieses Jahr die Kunsthalle als Veranstaltungsort dazu. Sie wird als Kulisse für besondere Filmvorführungen von Virtual Reality bis hin zu Videokunst dienen.

Nachdem das Festival letztes Jahr als reiner Onlineauftritt stattfinden musste, freue sich das Team besonders darauf, dieses Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden zu können, so Sifrin. Zur Sicherheit sei es auch als Hybridveranstaltung mit zusätzlichem Stream geplant. Zudem fügt der Filmfan hinzu: „Ich habe das Gefühl, dass die eingereichten Filme Jahr für Jahr besser werden. Da sind viele interessante und horizonterweiternde Filme für jede Person dabei.“

Mehr Infos unter: www.filmfestbremen.com