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Von der Kinoleinwand auf die Bühne

„Bodyguard – Das Musical“: Deutsche Inszenierung auf großer Tournee

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Asiata Blackman und Jo Weil spielen die Hauptrollen in der Inszenierung. Foto: Hans-Jörgen Haas

Eine tödliche Gefahr, eine Liebe, die unter schlechten Sternen steht und Songs, die sich auch rund 25 Jahre später noch in den Playlists verschiedener Generationen wiederfinden: Mit „Bodyguard“ machte Drehbuchautor Lawrence Kasdan nicht nur Kevin Costner und Whitney Houston zu international gefeierten Filmstars. Die Geschichte um Leibwächter Frank Farmer und Superstar Rachel Marron avancierte zu einem echten Kultstreifen und zog 1993 mehr als sechs Millionen Besucher in die deutschen Kinos. Mit „Bodyguard – Das Musical“ begibt sich aktuell eine deutschsprachige Bühnenadaption auf Tournee, die sich nah an die Filmvorlage hält und dennoch eigene Akzente setzt.

„Ich würde für dich sterben.“ Was nach einer romantischen Liebesbekundung klingt, ist für Leibwächter Frank Farmer ein nüchternes Bekenntis zu seinem Beruf. So hat die Sicherheit seiner Kunden für den ehemaligen Geheimagenten oberste Priorität. Als er für den Schutz von Superstar Rachel Marron engagiert wird, die von einem Stalker bedroht wird, werden seine Prinzipien jedoch auf die Probe gestellt. Weder der auf Professionalität bedachte Farmer noch die freiheitsliebende Sängerin sind bereit, Kompromisse einzugehen. Nach anfänglichen Streitereien wächst ein Vertrauenverhältnis zwischen den beiden heran, das in einer Liebesgeschichte mündet. Eben diese Geschichte ist es, die in der Bühnenadaption von Asiata Franklin als Rachel Marron und Jo Weil als Frank Farmer verkörpert wird. Zwei Darsteller, deren kreativer Ursprung unterschiedlicher nicht sein könnte.

Die Hauptdarsteller

So ist die stimmgewaltige Blackman bereits seit Jahren als Sängerin aktiv, machte mit ihrer Teilnahme an der zweiten Staffel von „The Voice of Germany“ von sich reden und war in verschiedenen Musicalproduktionen zu sehen. Die größte Schwierigkeit ihrer Rolle sieht die Niederländerin mit karibischen Wurzeln ganz klar im Musikalischem: „Es kommt darauf an, die Songs nicht einfach zu singen, sondern sie so zu interpretieren, dass sie Teil der Geschichte werden“, macht sie klar. Eine Herausforderung, mit der sich Jo Weil nicht konfrontiert sieht. „Ich war schon immer ein großer Musicalfan, tänzerisch jedoch eine absolute Niete und gesanglich auch nicht besonders“, sagt er. Die Show „Bodyguard“ gebe ihm die Möglichkeit, sich auf seine schauspielerischen Fähigkeiten zu konzentrieren. „Ein Musical, in dem der männliche Hauptdarsteller nicht singt, besser geht es für mich nicht“, formuliert er lachend.

Soundtrack und mehr

Der gesanglichen Abstinenz Jo Weils zum trotz setzt das Musical, ebenso wie sein filmisches Pendant, den Fokus ganz klar auf die Musik. Mit 45 Millionen verkauften Tonträgern weist „Bodyguard“ den bis heute erfolgreichsten Filmsoundtrack auf. Neben Powerballaden wie „I Will Always Love You“ und „I Have Nothing“ finden sich unter den insgesamt 16 Songs auch Lieder wie „How Will I Know“ und „I Wanna Dance with Somebody“ wieder, die im Film nicht vorkommen, der Bühnenhandlung jedoch mehr Dynamik und Tempo verleihen sollen. „Das Musical ist in gewisser Weise auch eine Hommage an Whitney Houston“, sagt Asiata Blackman und fügt lächelnd hinzu: „Ich glaube, sie ist irgendwie bei uns und schaut uns bei dem zu, was wir da auf der Bühne machen.“

Mittwoch bis Sonntag, 15. bis 26. Januar, Metropol Theater