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Unmittelbar und nah

„Sommergast 2022“: Werke von Tim Eitel im Paula Modersohn-Becker Museum

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Foto: Jean-Francois Deroubaix

Nach mehrjähriger Pause nehmen die Museen Böttcherstraße ihre Ausstellungsreihe „Sommergast“ wieder auf, um das Schaffen eines zeitgenössischen Künstlers in den Fokus zu stellen. Mit Tim Eitel zieht ein Maler ins Paula Modersohn-Becker Museum ein, der seit Jahren erfolgreich international ausstellt. In seinen Gemälden lotet der 1971 in Leonberg geborene Künstler die Möglichkeiten der figurativen Malerei aus. Durch raffinierte Spiegelungen und ungewöhnliche Perspektiven lässt er Vertrautes, Museumsräume oder Landschaften etwa, fremd und rätselhaft wirken. Anders als in Eitels früheren Werken, in denen Personen oft in Rückenansicht in einer Landschaft oder einem Raum zu sehen sind, begegnen den Museumsgästen in dieser Ausstellung Menschen auch unmittelbar und nah. Bestes Beispiel hierfür sind die Porträts, die eine neue Facette in Eitels Werk entfalten.

Man merkt Tim Eitel das Unbehagen an, wenn es darum geht, über seine Bilder zu sprechen. Denn in seinen Augen haben sie ein Eigenleben, deren Erzählung erst im Akt des Betrachtens entsteht. Was er malt, sind Analogien von Erlebnissen, Resonanzräume, die offen für individuelle Erinnerungen, Gefühle und Empfindungen sind. Vielleicht ist das der Grund, warum Eitels Gemälde eine besondere Ruhe ausstrahlen. Offene Räume, flüchtige Augenblicke, Bilder von Menschen, darunter Schlafende, und mittelalterliche Steinköpfe – für zweieinhalb Monate füllen 16 Werke von Eitel Teile des Paula Modersohn-Becker Museums in Bremen. An einigen Stellen treffen die Kunstwerke von Tim Eitel im Paula Modersohn-Becker Museum auf Gemälde unter anderem von Paula Modersohn-Becker und Lucas Cranach dem Jüngeren sowie auf eine Skulptur aus dem 15. Jahrhundert, alle aus der Sammlung der Museen Böttcherstraße.

Samstag, 2. Juli, bis Sonntag, 18. September, Paula Modersohn-Becker Museum. Weitere Infos:

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