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Theater mit Abstand

Theaterwerk Bremen plant szenische Lesungen an diversen Spielorten / Premiere im Metropol Theater

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Jörn Meyer vom Metropol Theater (vorne) mit Dirk Böhling. Foto: FR

Was kommt dabei heraus, wenn die Begeisterung für Literatur und Theater verschmelzen? Im Fall von Dirk Böhling liegt die Antwort in einem neuen Bühnenformat. Der Radiomoderator, Autor und Kulturliebhaber hat das Theaterwerk Bremen gegründet. Die Idee: Wechselnde Ensembles sollen Bühnenstücke an unterschiedlichen Spielorten präsentieren, von denen man bisher vielleicht noch gar nicht wusste, dass sie als solche geeignet sind.

Neben Liederabenden und Livehörspielen soll der Fokus vor allem auf szenische Lesungen liegen. „Mir gefällt diese Form der Bühnendarbietung persönlich sehr“, so Böhling, der die Leitung der ersten Produktion innehat, mit der das Theaterwerk seine Premiere feiern wird. Auf „Die zwölf Geschworenen von Reginald Rose“ ist die Wahl gefallen – laut Böhling ein sehr statisches Stück, das sich vor allem angesichts aktuell geltender Abstandsregelungen anbiete. In Zeiten von Corona bestehe das Vorhaben der neuen Gruppe in erster Linie darin, gutes Theater mit Abstand zu kreieren und dennoch spannende Abende bieten zu können.

Realisieren wollen die Schauspieler, zu denen eine Reihe bekannter Bremer Theaterleute gehört, ihre Premiere im Metropol Theater. Die Location am Richtweg sei dafür die ideale Veranstaltungsstätte. „Wir sind froh, dass wir die Möglichkeit haben, im Metropol Theater spielen zu dürfen“, so Böhling. Die Größe des Hauses erlaube es, den vorgeschriebenen Mindestabstand zwischen den Gästen einzuhalten und dennoch vielen Zuschauern Zugang zu gewähren. Der Termin für die szenische Lesung „Die zwölf Geschworenen“ soll zeitnah bekannt gegeben werden. Dirk Böhling: „Wir spielen, sobald wir dürfen!“