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„Shaking Hands With Ghosts“

Interaktive Stadtrauminszenierung zur Geschichte der AG Weser auf dem ehemaligen Werftgelände

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Foro: Ilona Marti / Werner Krysl / Edition Temmen

Auf dem Gelände der ehemaligen Werft AG Weser in Bremen Gröpelingen arbeiteten einst 8000 Menschen in einer der größten Werften Europas. Heute steht dort eine Shoppingmall, umgeben von einer freien Fläche epischen Ausmaßes. So gut wie nichts weist mehr auf die Vergangenheit des Ortes hin. Seit der Schließung der Werft sind rund 40 Jahre vergangen. Ihr Ende wurde zum Mythos, befeuert von einer großen Sehnsucht nach Solidarität und sinnhafter, identitätsstiftender Arbeit.
In dem interaktiven Audiowalk „Shaking Hands With Ghosts“ wird das Publikum per Kopfhörer über das eindrucksvolle, leere Gelände geführt. Durch den Einsatz von Soundcollagen und Projektionen wird die Vergangenheit der Werft heraufbeschworen und sinnlich erlebbar gemacht. Dabei geben sich Geister aus Vergangenheit und Zukunft die Hand. Das Stück fragt bewusst nicht nur nach dem, was war, sondern auch nach dem, was bleibt, und dem, was kommt. Können wir, indem wir uns gemeinsam erinnern, etwas mitnehmen in die Zukunft? So bildet den Höhepunkt des Abends der feierliche Akt des Stapellaufs eines symbolischen, gemeinschaftlich vom Publikum erschaffenen Schiffes. Die Bremer Regisseurin und Autorin Katrin Bretschneider, selbst Werfarbeiterkind, versammelt für dieses Projekt, das eine Koproduktion mit der Schwankhalle ist, Kunstschaffende aus verschiedenen Zusammenhängen. Schirmherrin des Projekts ist die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Kristina Vogt. Der Audiowalk findet draußen statt.

Donnerstag bis Sonntag, 16. bis 19. September, 18.30 Uhr, sowie Dienstag bis Freitag, 21. bis 24. September, 18.15 Uhr, auf dem ehemaligen AG Weser Gelände (Weserstraße 3). Vor Ort gibt es eine Beschilderung. Tickets unter: www.schwankhalle.de/shakinghands