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Rock in esoterischen Sphären

Barclay James Harvest zu Gast im Metropol Theater

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Foto: S. Holroyd
Die wohl subtilsten Vertreter des Klassikrock-Genres fanden 1967 zusammen und begeistern seitdem mit schwermütigem Gitarrenriffs und esoterischen Sphärenklängen. Schnell wurden bei den Fans auch Vergleiche zu den Moody Blues oder Pink Floyd laut. Die Band wusste jedenfalls schon früh, wie man die Effektapparatur des Mellotrons virtuos einsetzt. Von Anfang an experimentierte sie mit neuen Formen und Sounds jenseits der klassischen Rockbesetzung und benutzte Holz- und Blechbläser sowie Streicher. Diese reizvollen Soundmuster und orchestralen Klänge wurden zu ihrem Markenzeichen. Als logische Folge daraus wurde auch das Debütalbum mit eigenem Orchester aufgenommen.
Seit diesem Albumdebüt im Jahr 1970 ist ihr Erfolg ungebrochen. Bandleader und Frontmann Les Holroyd ist heute wie damals für den unverwechselbaren Sound der Band verantwortlich und hat ihn entscheidend geprägt. Über drei Jahrzehnte veröffentlichten Barclay James Harvest Alben, die es regelmäßig in die europäischen Top 10 schafften und ihnen Gold- und Platinauszeichnungen einbrachten. Durch ihre grandiosen Liveauftritte und Les Holroyds Gespür für Hits wurden sie zu Superstars.
Gerne denken die Fans auch heute noch an die Glanzstunde der Band zurück: Zum legendären Konzert auf den Treppen des Reichstages von Berlin strömten 1980 rund 275.000 Zuhörer auf beiden Seiten der Mauer. Hits wie „Life Is For Living“, „Hymn“ und viele andere gehören längst zu den Klassikern der modernen Musikgeschichte. Les Holroyd war und ist auch gerne gefragter Gaststar bei Erfolgsproduktionen wie „Rock meets Classic“ und „Excalibur“. Keine Frage – diese musikalische Reise ist noch längst nicht beendet.
Mittwoch, 20. April, Metropol Theater, 20 Uhr