Start Bremen Aktuelles Zeitreise durch die Geschichte der Symphonie

Zeitreise durch die Geschichte der Symphonie

Bremer Philharmoniker: Das Traditionsorchester geht in die neue Spielzeit

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Intendant Christian Kötter-Lixfeld, Aufsichtsratsvorsitzende Carmen Emigholz und Generalmusikdirektor Marko Letonja (v.l.n.r.). Foto: JF

Musikalischer Endspurt bei den Bremer Philharmonikern: Mit der Aufführung von „Die tote Stadt“ im Theater Bremen hat das traditionsreiche Orchester seine Spielzeit beendet. Für die Verantwortlichen ein idealer Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen und die Pläne der kommenden Saison zu präsentieren.

„Er ist ein echter Sympathieträger.“ Mit diesem Kompliment richtet sich Intendant Christian Kötter-Lixfeld während einer Pressekonferenz der Bremer Philharmoniker an Marko Letonja. Seit vergangenem Jahr bekleidet dieser das Amt des Generalmusikdirektors. „Marko Letonja ist genau der Generalmusikdirektor, den ein Orchester benötigt, um klassische Musik mitreißend und authentisch im 21. Jahrhundert zu präsentieren“, sagt Kötter-Lixfeld. Dem stimmt auch die Aufsichtsratsvorsitzende Carmen Emigholz zu und ergänzt: „Er ist ein Glücksfall für das Orchester und die Stadt“. Für Marko Letonja ist die kommende Saison 2019/2020 seine zweite Spielzeit an der musikalischen Spitze der Bremer Philharmoniker. Eine Spielzeit, für die sich die Verantwortlichen viel vorgenommen haben, und die vor allem von einer Erkenntnis getragen wird: „Die Leute wollen nicht nur einem Konzert beiwohnen, sondern auch erfahren, was drumherum passiert“, erklärt Kötter-Lixfeld. Er bezeichne dies immer als Manufakturgedanken. Die Bremer Philharmoniker haben aus diesem Grund in der vergangenen Spielzeit neue Formate ins Leben gerufen, um den Kontakt zum Publikum zu suchen. Vor allem die sogenannten „Pausenphiller“, die öffentlichen Zugang zu Orchesterproben gewähren, hätten sich als beliebt erwiesen. „Ich muss mich wundern, wie viele Leute es scheinbar spannend finden, wie wir 15 Minuten den gleichen Takt spielen“, scherzt Marko Letonja.

Programmatisch steht die neue Saison ganz im Zeichen der Symphonie, deren Geschichte Letonja und die Philharmoniker skizzieren werden. „Es gibt keine Spielform, die das Orchesterspiel über Jahre hinweg so geprägt hat, wie die Symphonie“, macht Letonja klar. Sie sei die „Identitätskarte eines Orchesters“. Der Fokus liege dabei auf den „Urvätern“ der Symphonie: Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Ihre Werke werden die Bremer Philharmoniker mit gegenwärtigen Stücken sowie Musik späterer Epochen verlinken und auf die Bühne bringen. So treffen in der kommenden Spielzeit unter anderem Haydn auf Gershwin und Tschaikowsky sowie Mozart auf Webern und Schostakowitsch. Trotz dieser Schwerpunktsetzung ist es laut Letonja wichtig, sich nicht nur auf eine musikalische Epoche zu begrenzen. „Die Bremer Philharmoniker werden für ihre Vielfältigkeit geschätzt. Diese wollen wir dem Publikum auch weiterhin bieten“, so der Generalmusikdirektor. So finden auch in der kommenden Spielzeit neben den insgesamt zwölf philharmonischen Konzerten weitere Events und Highlights statt, darunter sechs Afterwork-Konzerte, neun Familienkonzerte und acht Sonderkonzerte. Carmen Emigholz: „Die Bremer Philharmoniker sind ein wichtiger Klangkörper für die Stadt. Das müssen wir aufrechterhalten.“

Weitere Infos unter www.bremer-philharmoniker.de