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Keine Show von der Stange

Soul-Diva Oleta Adams spielt am 1. Juli mit den Bremer Philharmonikern das diesjährige Auftaktkonzert auf der Seebühne

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Oleta Adams 2018 bei ihrem Auftritt mit den Bremer Philharmonikern im Metropol Theater. Fotos: BEC

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Nach ihrem Auftritt mit den Bremer Philharmonikern im Metropol Theater 2018 wurde sie frenetisch gefeiert. Jetzt kehrt Oleta Adams nach Bremen zurück, um mit dem Orchester die Seebühne für dieses Jahr zu eröffnen. Wir sprachen mit der 69-Jährigen über die Herausforderung, mit einem Orchester zusammenzuarbeiten, vergangene Auftritte sowie die kommende Show.

Frau Adams, Sie kommen nach 2014 und 2018 zum dritten Mal für einen Auftritt nach Bremen. Worauf freuen Sie sich?
Beide Shows sind mir im Gedächtnis geblieben. Weil beide keine Alltagsshows waren, weil wir so herzlich aufgenommen wurden und weil die Menschen in Bremen uns wirklich gefeiert haben. Nun geht es sogar nach draußen, das ist wieder etwas völlig anderes und Spannendes. Und wir freuen uns, einige Menschen wiederzusehen, die wir aus Bremen kennen.

Man kennt Sie als Solokünstlerin mit Stimme und Piano. Jetzt treten Sie mit großem Orchester auf. Was bedeutet das technisch für Sie?
Das Zusammenspiel so vieler Musiker ist einfach eine größere Herausforderung und muss seriös geprobt werden. Die Show in Bremen ist zudem keine von der Stange und in Ablauf und Songauswahl einmalig, hier kann man nicht von Routine sprechen. Ich mag es aber, nicht in Routine zu verfallen. Und so eine große Show hält viele Emotionen bereit – für alle Seiten und natürlich vor allem für das Publikum.

Sie treten erneut mit den Bremer Philharmonikern auf. Wie funktioniert so eine Zusammenarbeit quer über den Atlantik in Pandemiezeiten?
Tatsächlich ist in diesem Fall das Thema Corona außen vor. Denn wir sind seit 2018 eingespielt, was die Showvorbereitung angeht. Und durch heutige Technik können wir Noten und Musikbeispiele sehr gut verschicken und dann telefonisch besprechen. Ich komme aber schon vorab für persönliche Proben nach Bremen, reise dann weiter in die Niederlande, bevor ich wieder nach Bremen zurückkehre.

Konnten Sie in den vergangenen Jahren den Kontakt zum Bremer Orchester aufrecht aufrechterhalten?
Nicht mit den Musikern an sich, das verläuft sich durch Entfernung und Alltag wieder. Aber der Kontakt nach Bremen ist immer mal da und nie abgerissen, und sei es der Glückwunsch zum Geburtstag. Als dann die Anfrage kam, das Opening der Seebühne zu spielen, mussten wir gar nicht lange überlegen.

Stellt es eine besondere Herausforderung dar, open air auf einer Bühne direkt am Wasser zu spielen?
Erstmal ist Bühne gleich Bühne. Aber natürlich gibt es draußen die Witterungseinflüsse, die eine sehr große Rolle spielen können. Für die gesamte Atmosphäre kann es eben einen großen Unterschied machen, ob es kalt oder warm ist, nass oder trocken. Im besten Fall ist das Gefühl eines Open Airs mit Sonne, die irgendwann untergeht, unvergleichlich schön. Noch dazu am Wasser. Für einen 1. Juli, also den Termin unserer Bremer Show, sind wir da optimistisch. Und wir haben gehört, dass die Seebühne in Bremen ein schöner und besonderer Ort für Konzerte ist.

Wie wird Ihr Programm aussehen?
Ich glaube, wir setzen gegenüber 2018 noch einen drauf. Es wird sehr abwechslungsreich mit vielen Parts, solo und zusammen. Wir sind derzeit noch gemeinsam dabei, die einzelnen Stücke auszuwählen und in eine emotionale Folge zu bringen. Alle, die schon damals in Bremen dabei waren, sehen nochmals eine ganz andere Show. Wir möchten die Menschen in diesen Zeiten von Pandemie und Ukraine-Krieg einen Abend lang in eine bessere Welt entführen.

Sie haben seit 2017 kein Album mehr veröffentlicht. Gibt es trotzdem neue Songs und wenn ja, werden Sie einige davon spielen?
Ich habe nie ein Album nach dem anderen veröffentlicht. Es musste immer passen und die Folge eines positiven Gefühls sein. Die Pandemie hat dann zuletzt dazu geführt, dass alles sehr eingeschränkt war. Ich habe die Zeit aber auch dafür genutzt, nicht immer nur an die Musik zu denken, das Leben so zu nehmen, wie es gerade ist. In jedem Fall wird in Bremen auch das letzte Album vertreten sein. Ob mit ein, zwei oder drei Songs, das steht noch nicht fest. Endgültig festlegen werden wir uns vielleicht sogar erst bei den Proben vor Ort.

Freitag, 1. Juli, Seebühne, 20 Uhr