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Es geht wieder los

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Das Stück „Hitparade“ sowie ein Konzert mit Denis Fischer stehen im Juli im Metropol Theater auf dem Terminplan. Foto: Agentur

Gerade die nicht subventionierten Privattheater haben aktuell große Probleme. Nun haben sich drei eigentlich konkurrierende Häuser zusammengetan, um gemeinsam gegen die Krise anzukämpfen. Und so werden im Juli das Theaterschiff und das Fritz ihre Produktionen im Metropol Theater aufführen.

Eigentlich finden am Richtweg Musicals, Tourneetheater und Konzerte statt – das Haus bietet Platz für bis zu 1450 Zuschauer. Aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen dürfen derzeit aber nur 200 Zuschauer zu Veranstaltungen kommen. Das ist für die meisten Produktionen, die normalerweise im Metropoltheater gastieren, zu wenig. Dafür bietet sich für das Theaterschiff sowie das Fritz die Möglichkeit, so wenigstens vor 200 Besuchern aufzutreten – denn in den eigenen Räumlichkeiten wäre nur etwa ein Viertel dieser Menge zulässig.

„Für uns ist es zwar ein großer Aufwand und wir verdienen damit auch kein Geld“, so Christopher Kotoucek vom Fritz. „Aber so haben wir wenigstens die Möglichkeit, überhaupt etwas zu machen“, stimmt Theaterschiffleiter Knut Schakinnis mit ein. Beide sind sehr froh, endlich wieder vor Publikum spielen zu können, da es für sie wichtig sei, sich weiterhin präsentieren zu können. Das Metropol selbst bringt einige kleinere Produktionen auf die Bühne: „Ich habe mir Anfang März keinen kompletten Lockdown vorstellen können – und vor vier Wochen nicht, dass wir im Juli überhaupt wieder öffnen können“, sagt Metropol-Theater-Geschäftsführer Jörn Meyer. Für das Haus wurde ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet.

So wurde in den vorderen Reihen im Parkett jede zweite Reihe entfernt und so ein Abstand von mindestens 1,80 Meter zwischen den Reihen garantiert. Zwischen den Besuchergruppen soll der Mindestabstand von 1,50 Metern konsequent eingehalten werden. Es wird keine Garderobe geben und Getränke sind an einer Durchgangsstation erhältlich, von wo man diese mit zu den Plätzen nehmen kann. Im ganzen Haus gilt die Maskenpflicht. Lediglich während der Vorstellung kann der Mund-und-Nasenschutz abgenommen werden. Zudem wird auf eine Abendkasse verzichtet, die Karten ausschließlich personalisiert im Internet verkauft. Für frische und damit gesunde Luft wird gesorgt: „Unsere Klimaanlage kann innerhalb kurzer Zeit 95 Prozent der Luft im Innenraum austauschen“ , sagt Meyer.

Das Programm beginnt am 9. Juli mit einem Gastspiel – Nicole Jäger präsentiert ihr Stand-up-Programm „Prinzessin Arschloch“. Es folgen die szenische Lesung „Die zwölf Geschworenen (10. Juli) sowie diverse Konzerte: Blues Brothers & The Bandits (11. Juli), Denis Fischer (12. Juli) sowie das Bremer Kaffeehaus Orchester (15.  Juli). Anschließend gastiert die Theaterschiff-Produktion „Hitparade“ (16. bis 19., 23. bis 26. Juli sowie vom 13. bis 16. August) am Richtweg. Das Fritz kommt mit seiner Produktion „Camping“ vom 30. Juli bis 2. August sowie vom 6. bis zum 9. und vom 19. bis 22. August ins Metropol Theater. Und danach? „Wir gucken jetzt einmal, wie alles funktioniert und setzen uns dann noch einmal zusammen“, so Christopher Kotoucek und Knut Schakinnis in ganz seiner Meinung. Jörn Meyer ist durchaus offen für eine Fortführung der Kooperation. Denn der Theaterleiter geht derzeit erst ab September 2021 wieder von einer normalen Saison aus.
Weitere Informationen: www.metropol-theater-bremen.de