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Eine neue Arbeit

Tanzpremiere am 5. Juni im Kleinen Haus

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Sechs Tänzer:innen in der Mitte des Raums auf einer nur drei mal drei Meter großen Bühne, an allen vier Seiten umgeben von Publikum. Das sitzt nah dran. Zu nah vielleicht. Denn das, was auf der Bühne passiert, ist ein intimes Ritual der Berührung. Wo hört der eine Körper auf, wo beginnt der andere? Wo verläuft die Grenze zwischen Nähe und Distanz? Die US-amerikanische Choreografin Faye Driscoll und Unusual Symptoms, die Kompanie des Theater Bremen, gehen in ihrer noch namenlosen neuen Arbeit in die Naherfahrung – miteinander, aber auch mit dem Publikum.

Driscoll, in den USA als Choreografin, Regisseurin und Performerin so renommiert, dass die „New York Times“ über sie schreibt, produziert mit dieser Bremer Arbeit zum ersten Mal komplett in Europa. Zu sehen waren ihre Arbeiten aber schon häufig, unter anderem bei der „Biennale di Venezia“, dem Festival d’Automne à Paris, dem „Kunstenfestivaldesarts“ in Brüssel, dem kroatischen Nationaltheater in Zagreb, „Belfast International Arts Festival“ und im Onassis Cultural Center in Athen. Ihre Choreografien sind dafür bekannt, die Grenzen zwischen Publikum und Performer:innen zu verwischen.

„Durch das große Ausgesetzt-Sein der Performer:innen, die große Nähe und manchmal auch die physische Verbindung mit dem Publikum fühlen sich die Zuschauer:innen als Teil der Aufführung für diese mitverantwortlich“, beschreibt Faye Driscoll ihre Arbeitsweise, „meine Arbeit ist eine rigoros ausgearbeitete Gruppenerfahrung.“ In Bremen arbeitet sie nicht nur mit den Tänzer:innen von Unusual Symptoms, sondern auch mit Sänger:innen des Bremer Bürger:innenchors und verbindet Choreografie, Raum und Musik zu einem komplexen Gesamtkunstwerk.

Premiere: Sonntag, 5. Juni, Kleines Haus, 18.30 Uhr