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Mini-Insektenhotel

STADTMAGAZIN-Tipp zum Selberbauen

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Fotos: MÄR

Insekten sind wichtig und nützlich – sie bestäuben Pflanzen, fressen Schädlinge und tragen damit entscheidend zum natürlichen Gleichgewicht unserer Umwelt bei. Allerdings wird der Lebensraum für Wildbiene und Co. immer knapper. Abhilfe kann relativ einfach mit einem sogenannten Insektenhotel geschaffen werden – und fast alles, was man dazu braucht, findet man im eigenen Garten oder vor der Haustür sowie im eigenen Haushalt. Ein nachhaltiger Spaß für die ganze Familie.

Da der Mensch immer mehr in die Landschaft eingreift, finden viele Insekten nur schwer einen Platz zum Nisten und Überwintern. Dabei sind gerade Arten wie die Rote Mauerbiene, Seiden-, Masken- und Pelzbienen aber auch Erd-, Gold-, und Grabwespe sowie Lauf- und Marienkäfer wichtige Helfer für unsere Natur – um nur einige zu nennen. Und wenn sie von alleine keinen keinen Ort zum Wohnen finden, müssen sie halt ins Hotel.

Es gibt verschiedene Arten von Insektenhotels: große, breite, schiefe, solche in Form eines Hauses oder eines Schaukastens. In fast jedem gut sortierten Baumarkt oder Gartencenter sind sie mittlerweile in den unterschiedlichsten Formen und Farben erhältlich. Man kann sie aber auch selbst herstellen. Dabei kann die ganze Familie mit eingebunden werden und man tut gleichzeitig noch etwas Gutes für die Natur.

Für das Mini-Insektenhotel wird benötigt:
1 leere Konservendose
Trockene Äste in verschiedenen Stärken
Getrockneten Bambus oder Ähnliches
Säge (am besten mit Gehrungsschneidlade)
Bleistift
Zollstock oder Lineal
Bohrmaschine
Holzbohrer Größe 6, 8 und 10
Dosenöffner

Anleitung:
Die Dose von innen und außen säubern und Ober- und Unterboden entfernen. Vorsicht: Die Kanten könnten scharf sein.

Die Äste auf Länge zurechtsägen, sodass vorne und hinten in etwa ein bis zwei Zentimeter davon aus der Dose herausstehen. Den Bambus ebenso bearbeiten.

Jetzt ausprobieren, wie viele Äste längs durch die Öffnungen der Dose passen. Bestenfalls sitzen alle anschließend richtig schön fest. Die Äste herausnehmen und einzeln hochkant befestigen (im Schraubstock).

Dann mit einem Sechs-, Acht- oder Zehn-Millimeter-Holzbohrer von oben mindestens sechs Zentimeter tiefe, gerade Löcher hineinbohren.

Anschließend die Äste nach Lust und Laune möglichst straff in die Dose stecken und die Lücken so mit dem Bambus füllen, das alles fest sitzt.

Wenn das gute Stück fertig ist platzieren und befestigen. Als Standort eignet sich am besten ein trockener und warmer Platz – am besten nach Süden ausgerichtet.

Tipp: Alternativ können Sie auch einfach in ein trockenes Stück Baumstamm mit beispielsweise 20 Zentimetern Durchmesser diverse Löcher mit einer Stärke zwischen drei und zehn Millimetern bohren.