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„Diese bedingungslose Liebe“

Fußballgeschichten von Ben Redelings in der Lila Eule / Nachholtermin am 5. November

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Foto: T. Kramer

+++ Die Veranstaltung von Ben Redelings am 25. März in der Lila Eule findet nicht statt. Hiermit folgt der Veranstalter den Empfehlungen der Politik und des Robert-Koch-Institutes Veranstaltungen abzusagen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Ersatztermin ist der 5. November. Alle bisher erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können auf Wunsch erstattet werden.  +++

In seinem neuen Programm erzählt Autor Ben Redelings Herzensgeschichten über unsere Liebe zum Fußball. Unterhaltsame Dönekes über den ersten Stadionbesuch, Helden und Idole, Bier und Bratwurst und das längst verschollene erste Panini-Album.

Wie sind Sie zum Fußball gekommen?
An der Hand des Vaters. Ganz klassisch. Ich bin im Flutlichtschatten des Bochumer Ruhrstadions aufgewachsen, da war eigentlich klar, dass mich der Weg irgendwann in unser Schmuckkästchen führen würde. Dass ich dort bis heute geblieben bin, ist der romantische Teil der Geschichte.

Was fasziniert Sie bis heute an dem Sport?
Es ist genau diese unvergleichliche Romantik, die mich fasziniert. Diese bedingungslose Liebe, die Menschen für ihren Verein empfinden. Du kommst einfach nicht davon los – auch wenn du dich schon tausende Male losgesagt hast. Hinten im Buch steht ein letztes Zitat. Es kleidet diese Gefühle, die wir alle kennen, perfekt in Worte. Das hier hat ein Fan im WM-Sommer 2018, nach dem unglaublichen Freistoßtor von Toni Kroos in der 95. Minute gegen Schweden, auf Facebook geschrieben: »Immer, wenn ich mit diesem verdammten Sport abschließen will, kommt er um die Ecke mit Situationen, die mich zu Tränen rühren. Dafür hasse ich ihn. Voller Liebe.«

Was stört Sie?
Natürlich das viele Geld im Profifußball, die ungedrosselte Kommerzialisierung und das ungleiche Verhältnis zwischen der Liebesbeziehung, die die Fans mit ihrem Club verbindet, und der reinen Geschäftsbeziehung, die die allermeisten Protagonisten auf dem Platz mit ihrem Arbeitgeber, dem Verein, führen.

Was genau machen Sie in Ihrem Liveprogramm?
Geschichten erzählen. Unterhalten. Gemeinsam mit dem Publikum Spaß haben! Ein Journalist hat einmal geschrieben, dass er den Abend empfunden hätte, als ob wir zusammen in einer Kneipe am Tresen gesessen hätten. Fand ich wunderbar!

Wo landet Werder am Ende der Saison?
Ich bin, wie gesagt, aus Bochum und Fan des VfL. Ich kenne die Situation, in der Werder momentan steckt, nur zu gut. Allerdings ist bei uns die Geschichte schon mehrmals schiefgegangen, bei Werder seit 1979 nicht mehr. Das lässt hoffen. Erfahrung, wie man eine solche Situation erfolgreich meistern kann, sollte also genug da sein. Ich wünsche Werder auf jeden Fall alles Gute und rufe dem Verein und seinen treuen Fans ein herzliches „Glück auf“ zu.

Donnerstag, 5. November, Lila Eule, 20 Uhr