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Der erste plattdeutsche Kinofilm

20. und 21. März: Krimikomödie „Boot un Dood“ im Kino

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Erik Voß spielt den Hendrik, Heidi Jürgens seine Frau Gesine in „Boot un Dood“. Foto: Gloriastudios

Was im Sommer vergangenen Jahres begann, wird nun tatsächlich wahr: Mit „Boot un Dood“ kommt die erste plattdeutsche Krimikomödie in die Kinos. Der Bremer Regisseur Sandro Giampietro hat dafür zahlreiche bekannte Gesichter aus Bremen und der Region vor die Kamera gebracht. Im Februar wurde der Film sogar einem internationalem Publikum auf der Berlinale präsentiert.

„Der Film ist eine Hommage an das norddeutsche Leben und die plattdeutsche Sprache“, erklärt Sandro Giampietro. Der Regissseur, der eigentlich hauptsächlich Sänger, Gitarrist, Komponist und Produzent ist, hat die Idee für den Film gemeinsam mit Autor Günther Ihmels entwickelt. Ihmels verfasst schon seit Längerem Krimis in plattdeutscher Sprache und wollte diese auch als Hörbuch herausbringen. Also trat er an Giampietro heran, der ein Tonstudio besitzt. „Als ich die Bücher von Günther gelesen habe, war ich gleich fasziniert und dachte, daraus müssen wir einen Film machen.“ Auch Ihmels zeigte sich von der Idee begeistert.

Zum Inhalt: Hendriks Ehe gerät in Schieflage, als das Hochzeitsgeschenk – ein knallgelbes Kanu – verschwindet. Auf der Suche nach dem Boot gerät er in zwielichtige Gefilde und wird schon bald selbst zum Hauptverdächtigen in den Mordermittlungen der Kriminalpolizei. Schafft er es, das Boot zu finden, seine Unschuld zu beweisen und seine Ehe zu retten?

„Uns war es wichtig, einen Film in plattdeutscher Sprache zu machen, den aber jeder verstehen kann“, so Ihmels. Und Giampietro fügt hinzu: „Ich finde die Sprache einfach wunderbar zum Erzählen. Sie ist dem Englischen sehr ähnlich und so direkt. Auf den Punkt.”

Überrascht waren die beiden, dass man fast überall, also auch bei den Schauspielern, offene Türen einrannte. Heidi Jürgens, Dirk Böhling und Helge Tramsen sind ebenso zu sehen wie der Musiker Aligatoah, in dessen Band Giampietro Gitarre spielt. Gedreht wurde in Niedersachsen und Bremen. Dabei wurden unter anderem die Weserfähre Kleinensiel und Melchers Hütte an der Hamme,in Szene gesetzt.

„Boot un Dood“ wird am 20. und 21. März im City 46 in Bremen gezeigt.