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Körpergefühle

Museen Böttcherstraße zeigen Werke von Maria Lassnig

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Maria Lassnig, Selbstporträt hinter Gitter, 1976, Bleistift, Buntstift, Sammlung Klewan. Foto: Maria Lassnig Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Maria Lassnig (1919 bis 2014) setzte sich stets eigenwillig mit ihrem Körper und dessen Grenzen auseinander. Mit ihrem kreativen Schaffen fand die österreichische Künstlerin einen Weg, ihre Gefühlswelt in Bildsprache umzusetzen. Unter dem Titel „Körper.Gefühl“ widmen sich die Museen Böttcherstraße nun den Arbeiten Maria Lassnigs aus allen Schaffensphasen in einer Ausstellung.

„Körperbewusstseinsbilder“ – so nannte Lassnig selbst ihre Kunst, die sich im Zwischenraum von Abstraktion und Figuration stets neu positionierte. Als eine der den bedeutendsten österreichischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts gelang ihr der Durchbruch erst relativ spät in ihrer zweiten Lebenshälfte. Ihr eigener Körper und ihr Körpergefühl gingen in nahezu jedes Werk ein, das sie von den 1950ern bis in die 2000er hinein kreierte. Der Sammler Helmut Klewan glaubte schon vor ihrem Erfolg an die Qualität ihrer eigenwilligen Kunst und kaufte über Jahrzehnte Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde der Künstlerin. Diese Ansammlung von rund 80 Werken, stellt er nun den Museen Böttcherstraße für die erste Einzelausstellung zur Verfügung, die sich den Arbeiten Maria Lassnigs widmet. Ergänzt werden die Kunstwerke dabei durch kurze Gesprächsvideos mit dem Sammler Klewan über die Künstlerin, der ihr nicht nur professionell, sondern auch persönlich verbunden war.

Samstag, 22. Februar, bis Sonntag, 7. Juni, Paula Modersohn-Becker Museum