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Kaffee statt Klamotten

„Finca Don Leo“: Zwischennutzung im ehemaligen Bekleidungsgeschäft im Bremer Viertel

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José Luis Leon (links) veräußert den Kaffee über einen Onlineshop. Sein Bruder Christian betreibt die Gastronomie „Noon“ im Foyer des Kleinen Hauses am Theater Bremen. Foto: ZR

Mehr als hundert Jahre lang war in dem Gebäude Ostertorsteinweg 40/41 das Traditionsgeschäft „Von der Aa“ ansässig. Nach dem Auszug des Einzelhändlers und der Freilegung aller Räume werden sie nun in minimalistischer Atmosphäre für einen Pop-up-Store genutzt: Die Brüder Christian Leon und José Luis Leon vertreiben dort seit dem 4. November unter dem Namen „Finca Don Leo“ fair gehandelten Kaffee von der Plantage ihres Onkels Hugo Campollo in Guatemala.

Foto: FR

Die Plantage in Mittelamerika steht auf seit Jahrtausenden von Vulkanasche angereichertem Boden, der bei Kaffeebohnen für einen besonders säurearmen Geschmack mit nussigen und schokoladigen Noten sorgt. Vom Anbau bis zur Röstung wird für einen umweltfreundlichen Entstehungsprozess des Kaffees gesorgt. So werden auf der Plantage natürliche Düngemittel eingesetzt und auf wassersparende Maßnahmen geachtet. Für mehr Biodiversität wird der Anbau mit anderen Pflanzen wie Macadamia, Bananen und weiteren Bäumen aus der Region kombiniert. So viel Liebe zum Detail macht sich im Geschmack bemerkbar: Die „Finca Don Leo“-Plantage wurde von der Deutschen Röstergilde mit dem „Don Leo Kaffee“, dem „Espresso“, der „Honey-Processed“-Variante und dem „Hochland Robusta“ zur preisgekrönten Plantage ausgezeichnet.

Eine nachhaltige Herangehensweise wurde auch bei der Zwischennutzung berücksichtigt: Ein Teil des Mobiliars des ehemaligen Bekleidungsgeschäfts wurde für den Pop-up-Shop verwendet und umfunktioniert. So fungieren alte Regale nun für die Präsentation der Kaffeesorten und Teile des Hauses wurden bei der Entkernung der Räume an die Bauteilbörse übergeben. Mit dem Zwischennutzungsprojekt wollen die Brüder ihrer Kundschaft parallel zum Onlineshop eine Möglichkeit bieten, sich direkt vor Ort zu ihrem Kaffee beraten zu lassen und ihn dort zu kaufen.

Zunächst ist das Pop-up-Konzept auf zwölf Wochen ausgelegt. Gemeinsam mit den Bauherren Michael Schröder, Tobias Willer und Johann Christian Plagemann wollen die Brüder dazu beitragen, einen bunten Ort zu schaffen, an dem Menschen durch Kaffee, Kultur und Kulinarisches zusammenkommen können. Neben dem Kaffeeverkauf werden die Räumlichkeiten von Ele Hermel, Inhaberin der „Galerie Mitte im KUBO“, genutzt.

Mehr Infos zum „Finca Don Leo“-Kaffee unter www.origeneskaffee.de.