Start Gastro „Alteingesessen, aber nicht verstaubt“

„Alteingesessen, aber nicht verstaubt“

Hundert Jahre Julius Kalbhenn: Der Wein- und Spirituosenhändler feiert rundes Jubiläum

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Tim Kalbhenn (links) und Jürgen Kalbhenn. Foto:FR

Großes Jubiläum am Schüsselkorb: Am 21. März feierte die Wein- und Spirituosenhandlung Julius Kalbhenn ihr 100-jähriges Bestehen. Für Tim Kalbhenn – Inhaber in dritter Generation – zählt vor allem die Fähigkeit, das Thema Genuss immer wieder neu zu beleben. Spezialitäten wie der hauseigene MITNIG-Gin oder der im Netzwerk entstandene BREMER KÖÖM zeigen, dass der Marke Kalbhenn vor allem die regionalen Spirituosen am Herzen liegen.

Als Tim Kalbhenns Großvater und Namensgeber, ein gelernter Drogist, wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg seine Chance auf ein eigenes Geschäft gekommen sah, packte er die Gelegenheit entschlossen beim Schopfe. Am 21. März 1921 wurde die Firma Julius Kalbhenn ins Register der Bremer Handelskammer eingetragen. Von Anfang an lag das Stammhaus am Schüsselkorb. Im Gegensatz zu heute prangten damals jedoch Tabakwaren in der Auslage. Zigarren waren buchstäblich in aller Munde, populär nicht nur bei den Senatoren. Waren bis in die Wirtschaftswunderzeit der Nachkriegsjahre noch Tabakprodukte dominierend, stellte Nachfolger und Kaffeekaufmann Jürgen Kalbhenn das Geschäft in den folgenden Jahrzehnten komplett auf Weine und Spirituosen um.

Für Tim Kalbhenn sind vor allem die Vermittlung von Fachwissen und das Beraten von Kunden eine Herzenssache. „Unser Geschäft lebt vom Vertrauen der Kunden“, betont er. „Vieles hat sich im Laufe der Zeit bei uns verändert, aber die Bedeutung von Beratung und Vertrauen nicht.“ Als gelernter Koch hat auch er eine hohe Affinität zum Genuss. Im Jahr 2003 ist er in das Fachhandelsgeschäft eingestiegen und hat der Firmenphilosophie seinen eigenen Stempel aufgedrückt: „Wir sind alteingesessen, aber nicht verstaubt. Das zeichnet uns aus.“