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„Telefonbuch spontan“

Podcaster Marcel Kueck im Interview

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Foto: Olivia Lehmann

In Bremen geboren, verbrachte Marcel Kueck seine ersten 20 Lebensjahre in Osterholz-Scharmbeck und Umgebung, bis es ihn 2016 in die Medienwelt zog. Seit gut einem Jahr startet der 27-Jährige, der mittlerweile in der Hansestadt wohnt, mit seinem Podcast „Telefonbuch Spontan“, durch. Das brachte ihm kürzlich sogar eine Nominierung für den Publikumspreis beim deutschen Podcastpreis ein.

Wie sind Sie Podcaster geworden?
Ich bin morgens aufgestanden und hatte die Idee, so etwas zu machen. Also habe ich mich schlau gemacht, denn ich hatte wirklich keine Ahnung davon, wie so etwas geht. Ich habe ständig solche Ideen, deswegen schreibe ich gerade auch noch ein Buch.

Und wie kam es zur Idee „Telefonbuch Spontan“?
Der Podcast entstand zu Beginn der Coronazeit im vergangenen Jahr. Ich konnte mir also niemanden dazuholen. Und nur mich will ja niemand hören. Da ich aber schon einige Jobs gemacht und dadurch ein gut gefülltes Telefonbuch habe, entschied ich mich dazu, auszuprobieren, was wohl passieren würde, wenn ich die Leute spontan anrufe.

Jetzt rufen Sie aber nicht irgendjemand an, sondern in der Regel bekannte Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Ich tippe mal, dass nicht jeder die Nummern von Johannes Strate, Kader Loth oder Markus Becker abgespeichert hat …
Ich bin seit 2016 in der Medienbranche unterwegs. 2016 ging es von Penningbüttel direkt nach Berlin. Nach einem Praktikum bei Endemol habe ich ein Volontariat als Aufnahmeleiter bei der ARD gemacht. Dadurch war ich unter anderem beim Vorentscheid des „Eurovision Song Contest“ tätig. Ich habe für den WDR in Köln, den NDR in Hamburg sowie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Bremen, also Radio Bremen gearbeitet. So lernt man eine ganze Menge netter Leute kennen.

Wie spontan ist Ihr Podcast?
Natürlich mache ich mir im Vorfeld Gedanken, worüber ich mit der Person, die dann hoffentlich den Hörer abnimmt, reden könnte. Vieles ergibt sich aber aus dem Gespräch heraus – und das ist ja auch das Spannende an den spontanen Anrufen.

Ihr Podcast ist auf 25 Minuten ausgelegt. Warum ist das so und wie bekommen Sie das hin?
Zum Einen schneide ich den Podcast nach dem Gespräch zusammen, um so die interessanten Inhalte zu komprimieren. Zum Anderen sind für mich 25 Minuten eine optimale Länge, die zumindest ich persönlich anderen gut zuhören kann.

Telefonbuch spontan ist auf den bekannten Plattformen abrufbar. Mehr unter www.marcelkueck.com