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"Gabenzäune": Dort finden Bedürftige Spenden

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Spenden für Bedürftige hängen am Gabenzaun am Sielwall, einem von fünf Standorten im Stadtgebiet. Foto: KW

Die aktuelle Krise fordert von allen Bewohnern der Stadt ihren Tribut. Ladenschließungen, Ausgangssperre, Kurz- und Heimarbeit – die finanziellen sowie auch die sozialen Einschränkungen sind gravierend und für manche bedrohlich.

Doch was ist mit denjenigen Mitmenschen, die ohnehin schon sehr wenig besitzen? Wer ohne Obdach lebt, ist von der Corona-Krise besonders betroffen: Hilfangebote sind stark dezimiert, Beratungen werden nur noch telefonisch abgewickelt oder entfallen ganz.

Um sich Bedürftigen gegenüber solidarisch zu zeigen, haben Bürger dieser Stadt nun an fünf Stellen sogenannte Gabenzäune eingerichtet. An diesen Orten können Spenden hinterlassen werden, die zum Beispiel Wohnungslose in ihrem Alltag unterstützen. Hilfreich sind etwa Lebensmittel und Hygieneartikel, Kleidung und Tierfutter – alles gut verpackt, um vor dem Corona-Virus zu schützen und vor Regen. Aktuelle Bedarfe werden zudem über die sozialen Netzwerke verbreitet, zum Beispiel bei Facebook in der Gruppe „Bremer helfen Bremern“. Dort ist aktuell zu lesen, dass es an panthenolhaltigen Cremes aus der Apotheke fehlt, Pflaster und Feuchttücher benötigt werden und auch selbstgenähter Mundschutz gebraucht wird.

Wer hinter den Gabenzäunen steckt, ist bislang nicht bekannt.

Gabenzäune finden sich derzeit an folgenden Standorten:

– Hauptbahnhof vor dem Übersee-Museum
– Antikolonialdenkmal (Elefant) an der Bürgerweide
– Viertel: Ecke Am Sielwall / Am krummen Arm
– Neustadt: Westerstraße / Lucie-Flechtmann-Platz
– Neustadt: Hochschule / Südpark