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Schwimmen in Corona-Zeiten

Auftakt der Freibadsaison: Worauf sich Besucher einstellen müssen

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Foto: Marcus Meyer Photography

Schwimmen, toben, abkühlen – ein Besuch im Freibad gehört für viele Menschen im Sommer vergleichsweise dazu, wie ein geschmückter Baum an den Weihnachtsfeiertagen. Auch in diesem Jahr können sich Wasserratten trotz Corona-Pandemie auf Spaß im Wasser freuen, wenn auch unter anderen Bedingungen. Anlässlich des Saisonauftaktes haben wir die zentralen Regeln und Änderungen zusammengefasst. 

Stadionbad startet zuerst

Vier Freibäder unterhält die Bremer Bäder GmbH. Die Qual der Wahl haben Besucher vorerst jedoch nicht. Zunächst wird Badegästen lediglich das Stadionbad offen stehen. Es eröffnet am Montag, 8. Juni. Interessierte können ab sofort werktags von 7 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr ihre Bahnen ziehen. Am Wochenende wird das Bad von 10 bis 14 Uhr und 15 bis 19 Uhr geöffnet sein. Die Wiederaufnahme des Betriebs weiterer Bäder erfolgt am 15. Juni. Der Außenbereich des Westbads, das Schlossparkbad sowie das Freibad Blumenthal werden dann wieder Besucher empfangen.

Neuheiten im Ticketverkauf

Ein direkter Ticketkauf an der Kasse des jeweiligen Schwimmbads ist aktuell nicht möglich. Eintrittskarten können ab sofort nur noch auf zwei Wegen erworben werden: analog im Bremer Bäder-Shop bei Karstadt Sports oder online. Dafür hat die Bremer Bäder GmbH einen neuen Ticketshop eingerichtet. Gekaufte Karten sind jeweils für eine von zwei Zeitzonen gültig. Zwischen den Zeitzonen werden umfangreiche Reinigungsarbeiten durchgeführt.

Maskenpflicht und Mindestabstand

Unter der Annahme, dass Viren nicht über das Badewasser übertragen werden und Schwimmbäder kein außerordentlich hohes Infektionsrisiko darstellen, gelten in den Bädern jene Vorsichtsmaßnahmen, die in allen öffentlichen Einrichtungen greifen. Gäste haben einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren. Menschenansammlungen sind generell zu vermeiden. Auch im Wasser soll auf Körperkontakt möglichst verzichtet werden. Im Schwimmerbecken gelten zusätzliche Beschränkungen: Maximal acht Leute dürfen sich zeitgleich auf einer Bahn fortbewegen. Es wird im Kreisverkehr geschwommen. Zudem ist das Tragen eines Mund- und Nasen-Schutzes verpflichtend. „Die Maskenpflicht gilt grundsätzlich für das gesamte Badgelände“, erklärt eine Sprecherin der Bremer Bäder. Im Wasser und auf dem Weg zum Becken dürfe die Maske abgenommen werden. Auf den Liegeflächen sei diese Verpflichtung situationsabhängig. „Insofern alle Regularien vorbildlich eingehalten werden und es zu keinen Ansammlungen auf einem Fleck kommt, kann auf eine Maske während des Verweilens auf den Grünflächen verzichtet werden.“

Weitere Einschränkungen

Umkleiden und Duschen stehen nicht zur Verfügung, jedoch können Besucher auf die Duschen im Außenbereich zurückgreifen. Um Ansammlungen vor den sanitären Anlagen zu vermeiden, dürfen die WCs von lediglich zwei Personen zur gleichen Zeit aufgesucht werden. Aktionsflächen wie Fußballfelder, Rutschen und ähnliche Bereiche sind gesperrt.

Und die Hallenbäder?

Vor allem an weniger sommerlichen Tagen erscheint ein Hallenbadbesuch als attraktive Alternative. Doch noch ist Geduld gefragt: Die Wiederaufnahme des Indoorschwimmens ist für Juli 2020 geplant.