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Schmelztiegel der Kreativität

Der „Made in Bremen“-Store bleibt für 20 weitere Monate in der Stadtwaage in der Langenstraße

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Foto: FR

Am Anfang stand eine Idee. Nachdem Julia Schulze-Windhoff mehrere Jahre in einer Zeitungskolumne Produkte aus Bremen und der Region vorgestellt hatte, wollte sie mit den regionalen Erzeugnissen und Herstellern eine Messe veranstalten. Und eigentlich war auch alles vorbereitet – bis die Pandemie kam. Dreimal musste der Termin verschoben werden. Als sich plötzlich die Situation ergab, in der Stadtwaage in der Bremer City einen Pop-up-Store als Zwischennutzung zu eröffnen, griffen Schulze-Windhoff und ihr Team kurzerhand zu. Nun wird daraus sogar ein längeres Projekt.

Das „Made in Bremen“-Team: Florian Wolff, Julia Windhoff und Stevie Schulze. Foto: P. Wolff

In den vier Wochen vor Weihnachten hatten sich aufgrund der begrenzten Einlassmöglichkeiten lange Schlangen vor dem Kaufhaus gebildet – eine spürbare Belebung des ansonsten eher ruhigen Bereichs zwischen Obern- und Martinistraße. Zunächst zeitlich beschränkt auf November und Dezember vergangenen Jahres, wurde der Mietvertrag bis zum Umbau der Bremer Stadtwaage 2023 im Rahmen des Innenstadtprojekts „Balgequartier“ um 20 Monate verlängert. „Wir freuen uns riesig über die Möglichkeit, an diesem geschichtsträchtigen Ort mit den lokalen Herstellern, weiterhin Produkte anbieten zu können. Die Stadtwaage ist der ideale Standort, von dem aus wir auch den neuen Onlineshop betreiben“, so Julia Schulze-Windhoff. Sie, ihr Mann Stevie Schulze sowie Florian Wolff öffnen nun als Betreibertrio aufs Neue die Türen der Stadtwaage. Aufgrund des Verkaufs von Lebensmitteln hat der Laden teilweise geöffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten sind auf der Internetseite zu erfahren.

Regionale Produkte

Mehr als 600 regionale Produkte von mehr als 60 Produzierenden sind dort zu erwerben: Das Sortiment reicht von hochwertigen Spirituosen über Süßigkeiten, Kaffee und Tee bis hin zu Seifen, Gewürzen, Büchern sowie eigens kreierten Geschenkboxen. Und wenn es nach den „Made-In-Bremen“-Machern geht, könnte noch einiges hinzukommen. „Wir würden gerne den Produzierenden die Möglichkeit geben, bei uns auf speziellen Märkten im Festsaal der Stadtwaage zu verkaufen. Zudem können wir uns auch sehr gut vorstellen, Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Natürlich nur, wenn die Situation das auch zulässt“, sagt Stevie Schulze.

„Click & Collect“

„Nahezu alle Produkte aus dem Kaufhaus in der Stadtwaage sind jederzeit online bestellbar. Wer möchte, kann ebenfalls per ,Click & Collect‘ die bestellte Ware direkt im Geschäft abholen.“ Neuigkeiten gebe es auf der Website und per Newsletter. Darüber können sich auch Menschen informieren, die ebenfalls ihre lokal hergestellten Produkte unter der Dachmarke „Made in Bremen“ vermarkten möchten. „Nach dem riesigen Zuspruch vor Weihnachten haben wir gemerkt, wie zugewandt die Bremer ihrer Stadt sind. Sowohl Kunden als auch die Produzierenden haben in ,Made in Bremen‘ einen Schmelztiegel der Kreativität gefunden“, so Schulze-Windhoff.

„Made in Bremen“-Shop, Langenstraße 13, 28195 Bremen. Infos sowie den Online-Shop gibt es unter www.madeinbremen.com.