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Polen im Fokus des Festivals

jazzahead! 6. bis 22. April: Messe, Showcase-Festival, Literatur, Ausstellungen, Clubnight und mehr. Verlosung von 5x2 Clubnight Tickets.

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Foto: Jan Rathke

Als man 2006 mit der Idee einer Jazzmesse für Bremen auf den Plan trat, wurde die Idee größtenteils belächelt. Mittlerweile hat sich die jazzahead! zur weltweit größten Veranstaltung ihrer Art entwickelt. Einmal im Jahr wird Bremen zur „City of cool“ und zum Mittelpunkt der Jazzwelt. In diesem Jahr steht Polen als Partnerland für zwei Wochen im Fokus des Festivals.
Über den Status einer reinen Messe ist die jazzahead! längst hinaus. Seit 2011 bietet sich für ein Partnerland die Möglichkeit, seine Jazz- und Kulturszene im Rahmen eines zweiwöchigen Kulturfestivals zu präsentieren. Nach der Türkei, Spanien, Israel, Dänemark, Frankreich, Schweiz und Finnland in den Vorjahren steht in diesem Jahr Polen im Mittelpunkt.

Festivaleröffnung
Bereits Tradition hat die jazzahead! Festivaleröffnung im Theater Bremen: Am 6. April 2018 läuten hier drei polnische Acts zwei Wochen polnische Kultur in Bremen ein: Mit der Warsaw Village Band kommt eines der erfolgreichsten Ensembles Osteuropas nach Bremen. Das Duo Masecki/Rogiewicz bringt sein Ragtime-Projekt mit und auch Polens Improtheater-Pioniere Klancyk halten einige Überraschungen bereit.
Ein besonderes Stück Kultur aus Polen wird dieses Jahr vielen Bremern direkt auffallen: Die sechs mal drei Meter große Lichtinstallation „Terminal“ der Künstlerin Karolina Halatek steht vom 6. bis 22. April vor der Kunsthalle Bremen.

Literatur
Literatur ist während der zwei Festivalwochen neben der Musik ein weiterer Schwerpunkt: Die „Nacht der polnischen Literatur“ am 11. April ist eine Vier-Sterne-Konstellation und mit Olga Tokarczuk, Sylwia Chutnik, Jacek Dehnel und Dariusz Muszer hochkarätig besetzt.
Erstmals nimmt die jazzahead! in der Mitte des Festivals die Kulturszene des Partnerlandes unter die Lupe – mit Experten aus den Bereichen Literatur, Theater, Kunst und Publizistik wird zum Halbzeitgespräch am 12. April in der Bremischen Bürgerschaft diskutiert. „Über Polen wird derzeit viel berichtet. Es war und ist uns wichtig, jenseits von Klischees zu informieren, Kultur aus unserem Nachbarland zu präsentieren und das Publikum neugierig zu machen“, so Sybille Kornitschky, Projektleiterin der jazzahead!.

Galakonzert
Das glamouröse Highlight am Ende des Partnerlandprogramms ist das Galakonzert in der Glocke mit Anna Maria Jopek, Leszek Mozdzer und dem Maciej Obara Quartet. Ausstellungen, zum Beispiel polnische Gegenwartskunst im Museum Weserburg, gehören ebenso zum Programm wie weitere Konzerte, unter anderem mit Werken des Polish Radio Experimental Studio, Filme und Performances. An der Realisierung des Programms sind zahlreiche Kooperationspartner aus der Hansestadt beteiligt.

Showcase-Festival
Wenn die jazzahead! Fachmesse beginnt, dann wird auch das finale Festivalwochenende eingeläutet. Die Showcase-Konzerte bleiben weiterhin nicht nur den internationalen Messebesuchern zugänglich, sondern auch dem breiten Publikum. 40 der aktuell spannendsten internationalen Acts sind vom 19.-22. April auf den drei Bühnen in Halle 7 und dem Kulturzentrum Schlachthof zu sehen. Die Showcases beginnen traditionell mit der Nacht des Partnerlandes: Acht Bands zeigen am 19. April bei der Polish Night international bekannte Jazzgrößen sowie Vertreter der jüngsten Generation der polnischen Szene.

European Jazz Meeting
Im European Jazz Meeting stehen am Nachmittag und Abend des 20. April 16 Bands aus elf europäischen Ländern auf dem Programm. Am Samstagnachmittag, 21. April, zeigen acht Bands aus Deutschland in der German Jazz Expo einen beeindruckenden Mix mit großer stilistischer Bandbreite. Den Abschluss bilden acht nicht europäische Bands in der Overseas Night am Abend des 21. April.

Foto: Nikolai Wolff

jazzahead! clubnight
Zum achten Mal findet die jazzahead! clubnight statt und verwandelt am 21. April insgesamt 30 Spielstätten der Hansestadt in Jazz-Clubs. Von 14 Uhr bis in die Nacht können Besucher mit nur einem Ticket alle teilnehmenden Spielstätten besuchen und sich damit auf eine Reise durch Bremens Clubs, Kneipen, Kirchen oder Museen begeben. Und so verschiedenartig wie die Spielstätten ist auch das Programm. Zum ersten Mal gibt es bereits ab nachmittags eine Open-Air-Bühne auf Rädern, die an drei Plätzen der Stadt Halt macht. Die Tickets kosten 25 Euro (20 Euro ermäßigt) und beinhalten die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten BSAG- und VBN-Gebiet. So kommen Jazz-Liebhaber nicht nur zur clubnight nach Bremen, sondern auch von Club zu Club.(SM)

Lesen Sie dazu auch Uli Beckerhoff, den künstlerischen Leiter des Festivals, im Interview

Wir verlosen 5 x 2 Tickets für die jazzahead! clubnight. Schicken Sie bis zum 12. April eine E-Mail mit Ihren vollständigen Kontaktdaten sowie dem Betreff „jazzahead! clubnight“ an verlosung@stadtmagazin-bremen.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.