Start Gastro Kreative Neuheit im Schüttinger

Kreative Neuheit im Schüttinger

„Schüttinger Stadtmusikanten“: Ein Wahrzeichen für die Gasthausbrauerei

305
Hilko Otten von der Schüttinger Gasthausbrauerei (links) und Bildhauer Stefan Saxen platzieren sich neben den "Schüttinger Stadtmusikanten". Foto: JF

Das Schüttinger hat ein neues Wahrzeichen. Ab sofort ergänzen die sogenannten „Schüttinger Stadtmusikanten“ den Restaurantbereich der Gasthausbrauerei unweit von Marktplatz und Böttcherstraße gelegen. Was das Kunstwerk von Bildhauer Stefan Saxen mit den „Bierlaunen“ der Gäste zutun hat.

Verlassene Tresen, leere Kühlschränke, und hochgestapelte Stühle: Auch wenn das gastronomische Leben derzeit wieder an Fahrt aufnimmt, blickt die Branche auf harte Monate zurück, mussten die Türen von Restaurants, Kneipen und Co. angesichts der Infektionszahlen für Gäste lange geschlossen bleiben. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Das zeigt sich auch im Schüttinger.

„Wir haben die Zwangsruhezeit der Gastronomie dazu genutzt umzubauen und unsere Gasthausbrauerei um eine Restaurantfläche mit angrenzender Terrasse zu erweitern“, berichtet Betriebsleiter und Braumeister Hilko Otten. Mittlerweile können Gäste folglich nicht nur drinnen an den rustikalen langen Holztischen Platz nehmen, sondern auch draußen auf der ehemaligen Fläche des Traditionsrestaurants Friesenhof – seit November letzten Jahres Teil des Schüttinger – ein kühles Blondes oder norddeutsche Speisen genießen.

Foto: Jens Lehmkuehler

Doch damit nicht genug. Etwas Besonderes anlässlich der Wiedereröffnung sollte her, „ein Gag“, wie der Braumeister erzählt. Der bekannte Spruch „Heute wird bekannt gemaket, daß keiner in die Weser kacket. Morgen wird gebraut!“, festgehalten am Eingang zur Brauerei, sorge immer wieder für Belustigungen und werde regelmäßig fotografiert. „So etwas Humorvolles wollten wir auch im Innenbereich unserer Restaurants integrieren.“ Das Ergebnis dieser Überlegung ist ab sofort im Schüttinger zu bestaunen: eine aus Stein gefertigte Skulptur des Bildhauers Stefan Saxen, welche auf einem Eisengestell thront und die Gesichter der Bremer Stadtmusikanten zeigt. Rund zwei Monate hat der Künstler laut eigenen Angaben daran gearbeitet und sich dabei auch thematisch vom Biergenuss und seinen Auftragsgeber inspirieren lassen. „Wenn man die Mimik der Figuren etwas genauer betrachtet, könnte man meinen, dass der Esel leicht beschwipst, der Hund volltrunken, die Katze bereits müde und der Hahn einfach gierig und durstig ist“, erklärt Saxen schmunzelnd die kreative Vermenschlichung der Märchenfiguren. „Es ist wie bei unseren Gästen“, ergänzt Otten lachend. „Bei ihnen hat der Biergenuss auch ganz unterschiedliche Facetten.“