Start Bremen Aktuelles Kräuter aus dem Gummistiefel

Kräuter aus dem Gummistiefel

Kreatives Upcycling: NABU gibt Tipps

827
Foto: NABU/ Sebastian Hennings

Tomaten, Radieschen, Kresse oder Petersilie: Zeit, sich der heimischen Anzucht von Gemüse und Kräutern zu widmen, haben Gartenfreunde aktuell genug. Doch woher das Zubehör nehmen, wenn die Geschäfte geschlossen sind?  

„Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden“, sagt Dorothee Meier vom Naturschutzbund (NABU) Bremen. Allein Pflanzengefäße seien zahlreich in jedem Haushalt zu finden. Sowohl Metalleimer, ausgediente Gummistiefel als auch Gemüseschalen und Plastikflaschen würden sich als dienlich erweisen. „Vorhandenes mehrfach oder weiter zu nutzen, tut Mensch, Klima und Natur gleichermaßen gut“, sagt sie. Im Rahmen des Projektes „Gemeinsam aktiv für den Klimaschutz im Alltag“ sammelt die Biologin verschiedene Upcycling-Tipps zum Nachmachen und bietet kreative Anreize zum Gemüseanbau auf dem Balkon. Balkongemüse aus umgenutzten Müll zu ziehen, biete nicht nur die Möglichkeit Geld und Ressourcen zu sparen. Die Blüten vieler Nutzpflanzen böten zudem Nektar und Pollen für Insekten.

Bevor das kreative Bepflanzen jedoch beginnen kann, sollten einige Dinge überprüft und Vorkehrungen getroffen werden. So müssen selbstgemachte Pflanzengefäße in der Regel noch durch Löcher im Boden ergänzt werden, damit das Gießwasser ablaufen kann. Die Wände sollten wasserundurchlässig sein, was bereits auf viele Verpackungen zutreffe. Auch die Reinigung vor Gebrauch sei wichtig, um Schimmel und üble Gerüche zu vermeiden. Zudem müssen Pflanzen und Gefäße zueinander passen. „Ober- und unterirdische Pflanzenmasse stehen im Gleichgewicht“, so Meier. Eine Tomatenpflanze werde es in einer Konserve beispielsweise schnell zu eng. Kohlrabi würden sich dagegen bereits mit halben Eierschalen zufrieden geben.