Start Bremen „Mein Leben hat sich um 180 Grad gedreht“

„Mein Leben hat sich um 180 Grad gedreht“

Interview mit Gesundheitsmanagerin Jennifer Lange

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Foto: Marco Meister

+++ VERLOSUNG+++

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Vor zwei Jahren bekam Jennifer Lange vom Bachelor Andrej Mangold in der gleichnamigen TV-Sendung die letzte Rose überreicht. Plötzlich stand die Bremerin in der Öffentlichkeit und erlebte die Höhen und Tiefen des Promilebens. Nachdem sie zunächst gefeiert wurde, gab es im vergangenen Jahr auch vermehrt kritische Stimmen, vor allem nach dem Auftritt in einem weiteren Reality-Fernsehformat, dem „Sommerhaus der Stars“. Im November folgte schließlich die Trennung von Andrej Mangold. Im Interview spricht die 27-Jährige, die mittlerweile in Köln lebt, über die vergangenen beiden Jahre und ihre Pläne für die Zukunft.

Vor ziemlich genau zwei Jahren haben Sie die letzte Rose vom Bachelor erhalten. Was war das für ein Gefühl?
Es war ein wirklich unbeschreibliches Gefühl. Es war sehr emotional und hat sich tatsächlich ein wenig angefühlt, als hätte ich geheiratet.

Die Beziehungen, die beim Bachelor entstehen, wirken konstruiert. Hätten Sie sich vor Ihrer Teilnahme vorstellen können, dass so etwas funktioniert?
Ich glaube, man kann sich das gar nicht vorstellen. Ich hatte immer gesagt, dass ich bei der Sendung nie mitmachen würde – aus dem von Ihnen genannten Grund, wegen des Zickenkriegs und weil man auch nie weiß, wer dann da vor einem steht.

Und dann waren sie doch dabei …
Ja, das war eine ziemlich spontane Entscheidung, von der mich meine beste Freundin damals überzeugt hat. Ich hatte ja auch nichts zu verlieren …

Wie hat es sich angefühlt?
Letztendlich fühlt sich alles wie ein Urlaubsflirt an. Alles ist wunderschön, die Locations sind traumhaft und man ist vor allem sehr weit weg von der Realität.

Hat es bei Ihnen gleich „klick“ gemacht, als Andrej Mangold vor Ihnen stand?
Ja, kann man so sagen. Ich war schon positiv überrascht. Es passte super, vor allem da er auch Leistungssportler war. Und optisch passte es auch.

Wie hat sich Ihr Leben durch die Fernsehsendung verändert?
Mein Leben hat sich um 180 Grad gedreht. Ich bin in eine Welt gekommen, die ich vorher überhaupt nicht kannte. Ich war plötzlich auf vielen großen Events, gab Interviews und war Teil der Öffentlichkeit. Wir sind als Paar unglaublich gefeiert worden. Ich konnte das erst gar nicht fassen und habe immer gedacht: „Wo sind wir denn jetzt gelandet?“ Zu unserem ersten öffentlichen Auftritt in Hamburg kamen mehr als 5000 Menschen – unglaublich.

Haben Sie das genossen?
Dass wir gefeiert worden sind schon, aber es hat auch genervt, vor allem am Anfang. Wenn wir rausgegangen sind war es praktisch unmöglich auch nur ein bisschen Privatsphäre zu haben. Wir wurden überall erkannt, angesprochen und jeder wollte ein gemeinsames Foto mit uns haben. Auf der einen Seite ist es natürlich schön, erkannt und gefeiert zu werden, auf der anderen möchte man aber auch einmal seine Ruhe haben.

Sie waren so etwas wie das Traumpaar der Realityshows und entsprechend oft medial vertreten, sogar nach Ihrer Trennung im November. Ist das ein Leben, welches Sie sich auch auf Dauer vorstellen könnten oder sagen Sie: „Es reicht jetzt mal“?
Teils, teils. Diese ganze Welt hat viele Schattenseiten. Es gehen dadurch natürlich sehr viele Türen auf und es ergeben sich einige Möglichkeiten, die man sonst so nicht bekommen hätte. Ich habe aber für mich gemerkt, dass ich eher auf das echte und weniger auf das inszenierte Leben stehe. Es gibt viele Schlagzeilen, die einem um die Ohren fliegen. Deshalb versuche ich es momentan eher ein bisschen ruhiger angehen zu lassen.

Wenn Sie zurückblicken, würden Sie alles so noch einmal machen?
Nein.

Können Sie das erläutern?
Ich würde definitiv nicht mehr in das „Sommerhaus der Stars“ gehen. Ich bin mir dort nicht treu geblieben und mir ging es dort einfach nicht gut. Ich hätte das Haus mindestens früher verlassen müssen. Es gab dann ja auch genügend negative Schlagzeilen für mich …

Gab es weitere Anfragen für TV-Produktionen?
Ja, einige. Allerdings nichts, was derzeit für mich in Frage käme. Aber wenn zum Beispiel „Let’s dance“ käme, würde ich nicht nein sagen (lacht).

Derzeit ist Jennifer Lange als Mediathletin vor allem in Streams im Internet auf diversen Plattformen zu erleben.

Was passiert bei Ihnen in Coronazeiten beruflich?
Ich habe in das Fitness-Start-up, Via Fortis, aus Bremen investiert. Derzeit nehmen wir Workouts für eine Onlineplattform auf. Zudem gebe ich über meine eigene Homepage Zumba-Livekurse. Das funktioniert überraschend gut, mehr als 700 Teilnehmer waren beim ersten Mal dabei.

In Bremen hatten Sie den Spitznamen Zumba-Jenny. Wie sind Sie dazu gekommen?
Weil ich ein bisschen verrückt nach Zumba war. Ich habe schon immer gerne getanzt, vor allem Hip-Hop und Ballett. Während meines Studiums zur Gesundheitsmanagerin habe ich in einem Studio in Bremen als Trainerin angefangen und da die Ausbildung zur Zumba-Trainerin absolviert. Ich war direkt Feuer und Flamme. Ich habe damals immer direkt nach dem Frühstück angefangen Choreografien einzuüben. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und Energie gegeben. Zumba ist nur ein kleiner Teil – der aber auf gar keinen Fall fehlen darf – meines aktuellen Fitnessprogramms. Was ich mit Via Fortis jetzt zusammen gemacht habe, sind reine Homeworkouts. Denn ich gehe fest davon aus, dass auch in Zukunft vermehrt von zu Hause aus trainiert wird.

Viele Ihrer Follower fragen sich, ob es ein Liebescomeback mit dem Bachelor geben wird.
Nein. Wir haben auch keinen Kontakt mehr.