Grundsteinlegung für das Horner Bad

    Neue Phase im Bauprojekt / Eröffnung des Kombibads voraussichtlich Mitte 2021

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    Waren unter anderem bei der Grundsteinlegung für das neue Horner Bad anwesend: Sportsenatorin Anja Stahmann, Bremer Bäder GmbH geschäftsführerin Martina Baden und Architekt Udo janßen, janßen bär partnerschaft mbB (v.l.n.r.). Foto: JF

    Nach beendeten Abriss- und Vorarbeiten wurde am Mittwoch, 30. Oktober, der Grundstein für das neue Kombibad in Horn-Lehe gelegt. Die geplante Schwimmstätte ist Teil des Bremer Bäderkonzeptes und soll sich an leistungsorientierten Schwimmsport und alltägliche Badegäste gleichermaßen widmen.

    So sieht er aus: der Grundstein für das neue Horner Bad. Foto: JF

    Unmengen an Sand, einige Baumaschinen und ein Aufsteller der Bremer Bäder GmbH: Noch sieht sie etwas verlassen aus, die Fläche in der Vorstraße 75. Doch das bleibt keinesfalls so. Dort, wo Interessierte und Schaulustige aktuell noch eine Großbaustelle vorfinden, soll in zwei Jahren ein neues Schwimmbad Badegäste willkommen heißen. Nachdem mit der Abschiedsfeier des alten Horner Bads im vergangenen Jahr der Startschuss für das Projekt fiel und Abriss sowie Vorarbeiten abgeschlossen wurden, kann der Aufbau des neuen Schwimmbads nun beginnen. Aus diesem Anlass wurde am heutigen Mittwochvormittag der Grundstein für den Neubau gelegt. Neben Martina Baden, Geschäftsführerin der Bremer Bäder GmbH und Architekt Udo Janßen, war unter anderem Anja Stahmann in ihrer Funktion als Sportsenatorin bei diesem symbolischen Akt anwesend.

    Vielfältige Pläne

    „Eigentlich ist unsere Kernkompetenz ja das Schwimmen“, begann Baden ihre Ansprache. „Ich denke aber, dass wir in den letzten Monaten gezeigt haben, dass uns das Bauen auch durchaus liegt“, führte sie scherzhaft fort. Das neue Horner Bad, welches als Kombibad sowohl eine Schwimmhalle als auch einen Freibadbereich aufweisen wird, richte sich laut Baden an ein breitgefächertes Publikum: Während die zehn geplanten 50-Meter-Bahnen in der Halle das neue Bad zu einer Vereins- und Schulschwimmstätte machen sollen, biete auch der Außenbereich zahlreiche Möglichkeiten. „Aufgrund des Multifunktionsbeckens können wir morgens zum Frühschwimmen ebenfalls das Trainieren auf 50 Metern ermöglichen und unsere Bahnen nachmittags so umgestalten, dass Kinder und Jugendliche dort ideale Bedingungen zum Spielen vorfinden“, erklärte die Geschäftsführerin. Zudem seien im Außenbereich unter anderem eine Liegewiese mit Beachvolleyballfeld, ein Nichtschwimmerbereich, eine Breitrutsche sowie ein Planschbecken für Kleinkinder geplant.

    „Mit dem Standort Horn gut aufgestellt“

    Die Neugestaltung des Horner Bads ergibt sich aus dem Bäderkonzept, das 2014 von dem Senator für Inneres und Sport in Zusammenarbeit mit Vertretern des Landesschwimmverbandes Bremen, dem Deutschen Schwimmverband, dem Landessportbund, der Bremer Bäder GmbH sowie der Senatorin für Bildung und Wissenschaft erarbeitet wurde. Neben einer neuen Badeanstalt in Horn-Lehe sieht es ein neues Schwimmbad im Bremer Westen sowie den Abriss des maroden Unibads vor. „Es gab verschiedene Varianten, die für das Bremer Bäderkonzept diskutiert wurden“, so Baden. Die Entscheidung, in ein Horn-Lehe ein neues großes Schwimmbad zu errichten, sei letztendlich vor allem auf die Nähe zum Unibad zurückzuführen. „Auch wenn wir das Unibad aufgrund seines Totalschadens nicht retten können, können wir zumindest seine Infrastruktur erhalten und daran anknüpfen“, so die Geschäftsführerin.  „Ich denke, wir sind mit dem Standort Horn gut aufgestellt.“ Die Gesamtfertigstellung des Kombibads ist derzeit für September 2021 angedacht. Bei optimalen Rahmenbedingungen könne das Bad bereits Mitte 2021 öffnen. Nach aktuellen Stand liege man gut im Zeitplan. Die Kosten für die Fertigstellung des Schwimmbads belaufen sich auf rund 27 Millionen Euro. Eine Summe, die zuletzt wiederholt zu Kritik geführt hatte. „Es stimmt, die Kosten sind gestiegen. Das ist jedoch der normale Lauf der Dinge bei Bauprojekten“, sagte Senatorin Anja Stahmann. Den Vorwurf, dass sich die Kosten für das Schwimmbad letztendlich verdoppelt hätten, wies Stahmann zurück. „Dass der Senat so eine hohe Summe für ein neues Schwimmbad zur Verfügung stellt ist keine Selbstverständlichkeit“, so die Politikerin. Es sei jedoch wichtig, dass sowohl aus Kindern als auch aus Erwachsenen sichere Schwimmer gemacht werden. „Dazu sind moderne Bäder einfach nötig“, sagte Stahmann.