Start Bremen Aktuelles Fahrradstadt Bremen: Diesen Sommer geht es rund!

Fahrradstadt Bremen: Diesen Sommer geht es rund!

"BIKE IT!"-Sonderausstellung im Universum, Lastenradrennen, WK-Bike-Verleihsystem und vieles mehr

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Beim Lastenradrennen im Rahmen des Summersounds Festivals kann jeder mitmachen. Foto: I. Wagner

Bremen ist eine Fahrradstadt. In keiner anderen deutschen Stadt mit vergleichbaren Einwohnerzahlen werden sie viele Kilometer auf dem Drahtesel zurückgelegt, wie in der Hansestadt an der Weser! Kein Wunder also, dass das Thema Zweiräder sich vielerorts zeigt und sich viele neue Ideen rund um das beliebte Verkehrsmittel drehen. Wir haben einige davon für euch zusammengestellt.

Challenge, Kino & Lastenradrennen: Die „Mondfahrt auf Erden“ geht in die nächste Runde

Bremen fährt Rad bis zum Mond und zurück – 720.000 Kilometer von April bis Oktober. Mit der „Mondfahrt auf Erden“ soll gezeigt werden, dass Bremen eine Radkulturstadt ist, in der viel und gerne Rad gefahren wird. Zum Rahmenprogramm zählen zahlreiche weitere Veranstaltungen rund um das Rad statt.

„Unbekannte Galaxien“
Bei der „Unbekannte Galaxien“-Challenge gewinnt, wer die meisten und mindestens 30 unterschiedliche Strecken mit der Bike-Citizens-App abfährt. Bei dem Wettbewerb gilt es also, den größten Wegschatz zusammenzubringen. Wie ein Wortschatz aus unterschiedlichen Wörtern besteht, setzt sich der Wegschatz aus unterschiedlichen Strecken zusammen.
Die Challenge beginnt am 1. Juli um
Mitternacht und endet am 31. Juli um 23.59 Uhr.

5. Bremer Lastenradrennen
Beim 5. Bremer Lastenradrennen im Rahmen des Summersounds Festival in Bremen-Neustadt gehen tatkräftige und clevere Radlerinnen und Radler an den Start. Der Parcours, ausgestattet mit passenden Hindernissen, verlangt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges ab und ist außerdem ein spannender Spaß für das Publikum. Gefahren wird mit pedalgetriebenen Lastenrädern. Die Rennen sind offen für jedermann und kostenlos.
Samstag, 18. August, ab 13 Uhr, Neustadtswallanlagen.

Film Night Ride
Die „BIKE IT! Film Night Rides“ führen mit einem Bullit-Lastenfahrrad und unter einem bestimmten Thema durch die Stadt. Per Beamer und einer Soundanlage werden an thematisch ausgewählten Orten ab Einbruch der Dunkelheit Kurzfilme gezeigt.
Freitag, 10. August, 20.45 Uhr, Treffpunkt: Haus am Walde, und Mittwoch, 29. August, 20.30 Uhr, Treffpunkt: Teerhof 58. Weitere Informationen unter www.bremen.de/bike-it.

BIKE IT!-Sonderausstellung im Universum Bremen: „Vom Laufrad zum Lebensgefühl“

Bei der Sonderausstellung im Universum laden zahlreiche Mitmachstationen zur Erforschung der technischen Hintergründe ein. Historisches Film-und Bildmaterial sowie künstlerische Installationen sollen zudem zum Nachdenken und Schmunzeln über Vergangenes anregen. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick in die Zukunft des Fahrrades: Studierende der Hochschule Bremen sowie der Hochschule für Künste stellen in Form von Zukunftsszenarien vor, wie moderne Stadtentwicklung aussehen kann. Zudem können virtuelle Fahrradtouren durch Neapel, Ottawa, Jerusalem oder Bremen unternommen werden. Während der Sommerferien gibt es für alle, die Zuhause Urlaub machen, ein ganz besonderes Programm: Unter freiem Himmel können verschiedene Fahrräder ausprobiert werden – natürlich alle nur mit Helm.

Die Ausstellung ist bis zum 5. Mai 2019 im Universum zu sehen. Weitere Infos unter www.universum-bremen.de.

Bikes to go: WESER-KURIER-Mediengruppe startet Fahrradverleihsystem in Bremen

Insgesamt 325 WK-Bikes sind in der Stadt unterwegs. Foto: supertrampmedia

Das Mieten von Fahrrädern über eine App? Dank des Fahrradverleihsystems WK-Bike, das die WESER-KURIER-Mediengruppe in Zusammenarbeit mit der BSAG sowie „Bremen Bike it“ gegründet hat, ist das kein Problem. Das Mieten funktioniert ganz unkompliziert: Sobald ein QR-Code an einem der 325 Räder gescannt oder die Radnummer in der App eingegeben wird, öffnet sich das Schloss – und die Fahrt kann beginnen. Ist das Ziel erreicht, kann man das Fahrrad ganz einfach wieder abschließen.
Der Preis beträgt 1 Euro für jede angefangene halbe Stunde, wobei ein Maximum pro Tag von 9 Euro festgelegt ist. Das System umfasst bisher 43 virtuelle Stationen, an denen die Fahrräder ausgeliehen und abgestellt werden können. Diese sind über ganz Bremen verteilt und werden in der App angezeigt. In Zukunft werden die virtuellen Stationen baulich erschlossen, damit sie auch in Wirklichkeit sichtbar sind. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Fahrräder innerhalb einer sogenannten Flexzone, die sich von Hauptbahnhof bis Alte Neustadt in die vordere Überseestadt sowie über den gesamten Osterdeich erstreckt, unabhängig vom Standort auszuleihen und abzustellen.
Das Projekt dient laut David Koopmann, Leiter Märkte der WESER-KURIER-Mediengruppe, der nachhaltigen Mobilität in der Stadt und erschließe darüber hinaus einen ganz neuen Geschäftsbereich. Der Vorstandssprecher der Bremer Straßenbahn AG, Hajo Müller, betont, dass der Fahrradverleih in keinem Wettkampf mit Bus und Bahn treten möchte. Gemeinsam werde man einen starken Zusammenschluss für eine umweltverträglichere Mobilität in Bremen darstellen. Der Wunsch der Initiatoren: noch mehr Menschen für das Fahrradfahren in der Stadt zu begeistern.
Weitere Informationen unter www.wk-bike.de.

Swapfiets bietet All-in-Abo-Service

Das Markenzeichen der Abo-Räder von Swapfiets ist der blaue Mantel des Vorderrads. Foto: KW

Wer das Fahrrad als Transportmittel wählt, hatte bisher die Wahl zwischen Kaufen oder Leihen. Das holländische Unternehmen Swapfiets bietet nun eine weitere Möglichkeit: das Rad-Abo. Der Firmenname setzt sich aus „swap“ (englisch: austauschen) und „fiets“ (niederländisch: Fahrrad) zusammen – und der Name ist Programm. Im Abopreis von 17,50 Euro (Studenten 15 Euro) pro Monat enthalten sind die Lieferung frei Haus, Reparaturen, Schloss, Beleuchtung und Versicherung. Wählen können Radler zwischen drei verschiedenen Größen. Zudem garantiert das Start-up den Ersatz im Schadensfall, wenn das Rad nicht innerhalb von zwölf Stunden repariert werden kann. Nach Münster ist Bremen die zweite deutsche Stadt, die in den Genuss dieses monatlich kündbaren All-in-Service kommt. Hergestellt werden die Räder, deren Markenzeichen ein blauer Vorderreifen ist und von denen bisher 80 über Bremens Straßen rollen, von der UNION-Fahrradmanufaktur in den Niederlanden.
Weitere Infos und Anmeldung online unter www.swaprad.de oder im Shop, Am Wall 162.

Ideen für Bremen: „Freibeik“ gewinnt Wettbewerb

Das Team „Freibeik“. Foto: M. Ihle

„Die Stadt muss wissen, wie viel kreatives Potenzial in diesen Mauern steckt. Es geht um Stadtmarketing, um Ideen, die Bremens Strahlkraft nach außen heller werden lassen“, so leitete Andreas Hoetzel, Jurymitglied und Vorstand von Unternehmen für Bremen e. V., das Finale des Ideenwettbewerbs „Ideen für Bremen“ ein. Die Stadt sei keine graue Maus. Und dies bewiesen die Finalisten des Wettbewerbs, die im Juni in der Kesselhalle ihre Projekte vorstellten, mit aller Überzeugung. Jedes Team, das entweder aus Einzelpersonen oder Kollektiven bestand, musste innerhalb von drei Minuten sein Projekt vor der Jury und dem Publikum bewerben. Für die Art und Weise gab es keine Regeln. Und so war jeder Vortrag, ob in Gedichtform, mit einer Powerpoint-Präsentation oder als Gesangseinlage, einzigartig.
Am Ende wurde der erste Platz an das Projekt „Freibeik“ vergeben. Hinter dem Gewinnerprojekt verbirgt sich ein Adapter, der unter den Fahrradsattel befestigt werden kann. Das Gelenk ermöglicht kontrollierte Bewegungen des Sattels und soll das Fahrradfahren bequemer machen. Für diese Idee bekamen die Initiatoren ein Preisgeld in Höhe von 6000 Euro. Die Zweitplatzierten „Bremer Stadtfabrikanten“ und „Cup2date“ wurden mit jeweils 3500 Euro prämiert. Die Bremer Stadtfabrikanten sind ein Verein, der etwa 30 Marken aus der Hansestadt repräsentiert, während die Initiatoren des Projektes Cup2Date ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher entwickelt haben. Das restliche Preisgeld von 17.000 Euro wird so auf die übrigen Finalisten verteilt, dass auch sie finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um ihre Projekte realisieren zu können und Bremen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen.