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Eine Etage mehr

Das „Made in Bremen“-Kaufhaus stockt auf

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Foto: MiB

Seit mittlerweile einem Jahr gibt es das „Made in Bremen“-Kaufhaus in der Bremer Stadtwaage. Kein Gebäude würde so gut zu den Produkten passen, wurden hier doch früher alle Waren, die auf dem Bremer Markt verkauft werden sollten, gewogen und versteuert. Seit 1440 hatte sie ihren Standort in der Langenstraße, in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz. Zwischen 1586 und 1588 wurde von Lüder von Bentheim ein Neubau an derselben Stelle errichtet. Es handelte sich um einen Backsteinbau mit Sandsteinverzierungen im Stil der Weserrenaissance. Lüder von Bentheim (*1555; † 1613) war ein Bremer Steinhändler und Architekt. Sein bekanntestes Bauwerk ist das Bremer Rathaus.

Jetzt hat das Kaufhaus eine zweite Verkaufsebene im ersten Obergeschoss dazubekommen. Dort gibt es nun Möbel, Papierwaren, Lampen, Pullis, Troyer, Schals, Mützen, T-Shirts, Kapuzenpullis, Taschen, Kunst, Lampen, Fliesen, Vasen, Schalen, Kerzenleuchter, Karaffen, Vogelhäuschen, Kerzen und eine neue große Spirituosen-Abteilung, in der man auch in Ruhe den ein oder anderen Hochprozentigen probieren kann. Mit den mittlerweile über 120 vertretenden Produzent:innen ist das Sortiment nun auf circa 1200 Artikel angestiegen – viel Schönes, Leckeres oder Feines aus Bremen. Alle Waren sind in Bremen gemacht oder erdacht. Denn auch bei Produkten, die nicht in der Hansestadt wachsen oder direkt hergestellt werden, muss die Firma, die das Produkt herstellen lässt, in Bremen oder umzu ansässig sein.
Als neue Produzent:innen an Bord der „Made in Bremen“-Familie sind zum Beispiel der Möbelhersteller und Tischler Timberty zu erwähnen sowie die Marke Canvasco, die robuste Taschen aus Segeltuch produzieren. Auch die Silberwaren von Edzard sind ein Hingucker – egal ob großer Kerzenständer in Hirschkopfformat, edle Karaffen oder Butterschalen mit Kuhgriff. Das gilt genauso für die Vasen und Schalen von Plöttje Good, einem Porzellanstudio aus der Neustadt. Inhaberin Laura Niemeier stellt ihre Objekte im traditionellen Schlickerguss her.

Ein besonderer Blickfang in der neuen Etage gehört zu den kleinsten Produkten bei „Made in Bremen“: Kunst in Streichholzschachteln, aus aller Welt, oft bis zu 100 Jahre alte Sammlerstücke, geben die Bühne für die Arbeit des Bremer Künstlers Oliver Zabel. Im Inneren der Miniboxen inszeniert der 52-Jährige auf wenigen Quadratzentimetern teils hintergründige Alltagsszenen. So werden die kleinen Schachteln zu Wunderkammern für das reale Leben im Maßstab 1:87.

Mehr unter www.madeinbremen.com.