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„Ein riesiges Theaterspektakel“

Auf einen Kaffee mit Schauspielerin und Nachrichtensprecherin Heidi Jürgens, die in Hamburg gleich drei Harry-Potter-Rollen spielt

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Foto: Mär

Mitte März feiert „Harry Potter und das verwunschene Kind“ im Mehr-Theater in Hamburg seine Deutschlandpremiere. Mit dabei ist dann auch eine bekannte Bremer Schauspielerin und Nachrichtensprecherin: Heidi Jürgens. Wir trafen uns mit der 48-Jährigen auf einen Kaffee, um mit ihr über ihr neues Engagement zu sprechen.

Sie trinken Sojacappuccino, warum?
Ich war noch nie eine große Freundin von Kuhmilch. Ich lebe zwar nicht streng vegan, versuche aber darauf zu achten, möglichst wenige tierische Produkte zu konsumieren. Und ich finde mit Sojamilch schmeckt der Cappuccino ganz ausgezeichnet.

Sie sind ab Mitte März in Hamburg in dem Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ zu sehen. Wen spielen Sie?
Ich spiele sogar gleich drei Figuren – die Imbisshexe, Tante Petunia sowie Dolores Umbridge. Sehr spannende und unterschiedliche Rollen in einem riesigen Theaterspektakel.

Wie sind Sie zur Harry-Potter-Produktion gekommen?
Meine Agentin hat mich einfach für die Vorsprechen angemeldet. Irgendwann bekam ich eine Mail, dass ich eingeladen sei – wusste bis dahin aber gar nichts davon. Ich hätte mich auch nie von alleine beworben.

Sie sind dann aber trotzdem hingegangen?
Zuerst wollte ich nicht so richtig. Aber als es sich ergab, dass ich einen Termin zum Vorsprechen wahrnehmen konnte, an dem ich eh in Hamburg war, habe ich mich angemeldet. Ich habe mich dann auch immer mehr mit dem Stück auseinandergesetzt und war begeistert. So etwas gab es im Theater bisher noch nicht.

Was genau meinen Sie?
Das Stück wird in zwei Teilen gespielt, die jeweils länger als zwei Stunden sind. Es werden Illusionen und Zaubertricks eingesetzt, es gibt ein riesiges Ensemble, spezielle Licht- und Toneffekte.

Zurück zum Vorsprechen: Waren Sie nervös?
Ja. Es war das erste Mal für mich überhaupt, dass ich bei einem Vorsprechen war. Ich hatte auch nicht mehr damit gerechnet, je eines machen zu müssen. Aber ich hatte sozusagen Blut geleckt und riesige Lust, bei dem Projekt dabei zu sein. Also habe ich es durchgezogen.

In der Regel sind Sie auf kleineren Bühnen, etwa dem Packhaustheater, dem Theaterschiff oder im Weyher Theater, zu sehen. Jetzt stehen Sie auf einer riesigen Bühne vor mehr als 1600 Zuschauern. Was ist dabei die besondere Herausforderung für Sie?
Es unterscheidet sich deutlich von dem, was ich bisher gemacht habe. Es ist die größte Produktion eines Theaterstücks und es gibt entsprechend viele Herausforderungen. Ich musste lernen zu verstehen, wie Illusionen auf der Bühne funktionieren. Ich musste lernen, genau zu timen, was ich auf der Bühne mache. Und ich musste lernen, dass Maske und Kostüme um ein Vielfaches größer sind als ich bisher nur zu erahnen gewagt hatte. Ich habe einen eigenen Dresser, der neben mir hergelaufen ist und mir dabei die Schuhe zugemacht hat, weil ich aufgrund einer Fettschürze, die ich tragen musste, gar nicht an meine Füße gekommen wäre. Dabei bin ich es eigentlich gewöhnt, alles selber zu machen.

Werden wir Sie denn weiterhin in Bremen sehen beziehungsweise hören?
Theaterspielen kann ich zu der Zeit in Bremen oder Weyhe natürlich nicht – wir spielen acht Aufführungen die Woche in Hamburg. Aber bei den plattdeutschen Nachrichten auf Bremen Eins werde ich bestimmt wieder zu hören sein. Außerdem wohne ich ja weiterhin in der Stadt.

Nähere Infos zu den Spielzeiten gibt es unter www.harry-potter-theater.de.