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e-bikes aus Bremen: e-motion Technologies

Geschäftsführer Volker Minkmar spricht im Interview über die Besonderheiten der modernen Räder

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Stehen beratend zur Seite: Volker Minkmar, Viktor Volkenstein, Babette Minkmar und Patrick Stassen (v. l. n. r.). Foto: emotion-technologies

„Wie hat er das gemacht?“ Diese Frage stellen sich viele jungen Menschen, wenn sie verblüfft feststellen, wie ältere Leute entspannt an ihnen vorbeiradeln, während sie selbst sich angestrengt mit ihrem Drahtesel die Steigung hochkämpfen. Die Antwort auf diese kuriose Situation: e-Bikes, Fahrräder mit integriertem Elektromotor, die sich auf den Straßen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Unter dem Motto „e-Bikes muss man Probefahren!“ bietet der Händler e-motion Technologies am Arsterdamm, neben einer breiten Auswahl moderner Zwei- und Dreirädern, Unterstützung dabei, das richtige Modell für die individuellen Wünsche und Bedürfnisse zu finden. Im Interview mit dem STADTMAGAZIN spricht Geschäftsführer Volker Minkmar über die Besonderheiten der modernen Gefährte, glückliche Kunden und erklärt, warum der Kundenstamm nicht nur aus Rentnern besteht.

Die meisten Menschen denken beim Begriff e-Bikes an das klassische Zweirad. Sie führen jedoch auch motorunterstützte Dreiräder im Sortiment. Für wen sind diese Modelle geeignet?
Volker Minkmar: Diese Räder richten sich vorwiegend an Kunden mit Handicap, wie Schwindel, spastische Handicaps oder Gleichgewichtsstörungen. Dabei sind wir nicht nur für ältere Menschen die richtigen Ansprechpartner. Auch Kindern, deren besondere Bedürfnisse mit einem Rad abgedeckt werden müssen, sind wir bei der Wahl des richtigen Gefährts behilflich. Wir nehmen uns dabei für jeden Kunden Zeit und haben genug Platz, um die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Modelle auszuprobieren.

Eine weit verbreitete Ansicht ist, dass klassische E-Bikes vor ­allem von älteren Menschen gefahren werden …
Ja, aber das ist so nicht richtig. Wir verkaufen deutlich mehr Räder an junge Menschen und Kunden mittleren Alters als an Rentner. Vor allem das Arbeitgeber-Leasing für Angestellte spielt dabei eine große Rolle, da es ihnen ermöglicht, ein e-Bike zu günstigen Konditionen zu nutzen. Für Arbeitnehmer, die den morgendlichen Stau vermeiden wollen, ist dies genauso attraktiv wie für Arbeitgeber, die so Anreize für Angestellte stellen können.

Wie entscheiden Sie im Zuge Ihrer Beratung, welches e-Bike für den jeweiligen Kunden das richtige sein könnte?
Das kommt auf das Handicap des Kunden an. So schließen manche körperliche Beeinträchtigungen bestimmte Räder schlichtweg aus. Generell haben wir oft die Möglichkeit, Dreiräder an das individuelle Handicap anzupassen. In der Regel stellen wir mit dem Kunden gemeinsam fest, mit welchem Modell er gut zurechtkommt und mit welchem nicht. Aus diesem Grund ist die Beratung so wichtig.

Welches zentrale Anliegen verfolgen Sie mit dem Verkauf von e-Bikes, insbesondere der Dreiräder?
Wir wollen Menschen ein Stück Mobilität ermöglichen, welches sie in der Vergangenheit verloren haben oder vielleicht sogar nie hatten. Wir haben zum Beispiel im Rahmen einer Spendenaktion Geld für ein Spezial-Dreirad gesammelt, welches die Lebenshilfe Syke von uns erhält. Ansonsten möchten wir sowohl älteren Menschen, die ein konventionelles Fahrrad nicht mehr handhaben können, als auch jüngeren Kunden, die ein negatives Schlüsselerlebnis hatten, ermutigen, wieder auf den Sattel zu steigen und den Spaß am Radfahren zu erleben.

Ihre Einschätzung: Lösen Elektrofahrräder irgendwann das klassische Zweirad ab?
Davon bin ich überzeugt. Dafür sprechen vor allem die Motive unserer Kunden, die wir vermehrt erfahren: Sei es ein ambitionierter Fahrradfahrer, der es satt hat, jeden Morgen aufs Neue von einem e-Bike-Besitzer überholt zu werden, oder der Ehemann, der sich eingestehen muss, dass er mit dem Tempo seiner Elektrorad fahrenden Frau nicht mehr mithalten kann.

Nähere Informationen gibt es unter www.emotion-technologies.de.