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Der Hundeflüsterer

25.4.: STADTMAGAZIN präsentiert Cesar Millan / Verlosung: 2x2 Fanpakete inkl. Tickets

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Cesar Millan. Foto: Cesarsway

Cesar Millan geht in seinem neuen Programm „Once Upon A Dog“ existenziellen Fragen des Zusammenlebens zwischen Hund und Frauchen/Herrchen nach: Wie gestaltet sich eine gelungene Beziehung zu meinem vierbeinigen Freund und was trägt dazu bei, dass sie misslingt? Was mache ich für einen ersten Eindruck auf meinen Hund und wie reagiert er darauf? Erste Antworten gibt es im Interview.

Sie sind der bekannteste Hundetrainer weltweit. Was machen Sie anders als Ihre Kollegen?

Millan: Schon der Begriff Hundetrainer passt nicht zu mir. Ich widme mich zuallererst den Menschen, also den Besitzern. Sie sind in der Regel die Wurzel des Übels. Wenn ein Hund verängstigt oder aggressiv ist, liegt das an seinem Halter. Das Tier spiegelt wider, was der Mensch fühlt. Darum ist es mein Job, den Leuten klarzumachen: „Dein Hund ändert sich nur, wenn du bereit bist, an dir zu arbeiten.“

Das gefällt bestimmt nicht jedem…

Millan: Natürlich nicht. Gerade Männer wollen solche Sätze nicht hören. Sie haben einen Hundetrainer engagiert, der ihren Hund therapieren soll. Nicht sie selbst. Da muss ich zunächst einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Ich demonstriere ihnen, wie sich ihr Hund in meiner Gegenwart plötzlich ganz anders verhält. Weil ich ruhig und bestimmt auf ihn zugehe, bleibt er entspannt. Meine Energie überträgt sich auf ihn.

Wieso überrascht das so viele Hundebesitzer?

Millan: Wir leben in einer Gesellschaft, die durch die sogenannten Milleniums geprägt ist. Das sind hochqualifizierte Menschen mit einem fundierten Computerwissen. Sie kommunizieren am liebsten über Facebook. Es fällt ihnen schwer, direkte Kontakte aufzubauen. Deshalb zögern sie die Familienplanung immer weiter hinaus. Das erzeugt oft eine innere Leere. Um die zu beseitigen, legen sich die Leute einen Hund zu. Er ist ein Kinderersatz und wird vermenschlicht. Das tut dem Tier aber nicht gut.

Was braucht ein Hund denn Ihrer Ansicht nach?

Millan: Sie müssen Ihrem Tier vorgeben, was es zu tun hat – sonst übernimmt es die Führung. Liebe allein genügt für einen Hund nicht. Für ihn ist eine eindeutige Rangordnung nebst Disziplin wichtig. Ich weiß, dass sich viele mit dem Wort Disziplin schwertun. Drum möchte ich es näher definieren. Mit Disziplin meine ich keine Schläge oder Strafen. Ein Hund benötigt einfach feste Regeln, nach denen er sich richten muss.

Und welche Rolle spielt Zuneigung für das Tier?

Millan: Wenn ich um Hilfe gebeten werde, mangelt es einem Hund eigentlich nie an Zuneigung. Was ihm fehlt, sind Übung, Disziplin, Stimulation. Ohne genügend Auslauf kommt ein Hund nicht zurecht. Er sucht sich dann ein Ventil für seinen Frust. Vielleicht kaut er an Ihren Schuhen, vielleicht attackiert er Sie.

Und darf er auf keinen Fall in meinem Bett schlafen?

Millan: Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass Sie Ihr Bett mit Ihrem Hund teilen. Er darf sich allerdings nur mit Ihrer Zustimmung zu Ihnen legen. Sie entscheiden, wo er sich niederlässt. Der Hund darf das Bett niemals als sein Territorium ansehen. Das könnte Probleme geben… Womöglich lässt er Ihnen keinen Platz mehr oder verteidigt das Bett gegen Ihren Partner.

Predigen Sie das auch Ihrer prominenten Klientel, zu der Pink oder Charlize Theron gehören?

Millan: Ja. Einen Hund interessiert es nicht, ob sein Halter berühmt, reich oder intelligent ist. Bei ihm können Sie einzig mit Ihrer Energie punkten. Sie dürfen sich nie aus der Fassung bringen lassen. Ich bleibe sogar dann ruhig, wenn ich von einem Tier gebissen werde.

Woher kommt Ihre Gelassenheit?

Millan: Ich wurde in Mexiko in eine Familie mit Hunden hineingeboren. Sie waren stets ganz selbstverständlich um mich herum. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ein Leben ohne Hunde wäre.

Gibt es etwas, das Sie von den Vierbeinern gelernt haben?

Millan: Im Augenblick zu leben. Hunde sind nicht nachtragend. Ihnen fällt das Loslassen wesentlich leichter als uns Menschen.

Verlosung von 2×2 Fanpaketen. Einfach eine E-Mail mit den Kontaktdaten sowie dem Betreff „Milan“ an verlosung@stadtmagazin-bremen.de. Einsendeschluss ist der 15. April. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.