Start Bremen Michaela Schaffrath Aufstehen, Krönchen richten, weiterlaufen

Aufstehen, Krönchen richten, weiterlaufen

Michaela Schaffrath ist Schauspielerin, Sprecherin und Moderatorin. Für gewöhnlich entdeckt die Neubremerin in ihrer Kolumne für das STADTMAGAZIN Bremen die verborgenen und weniger bekannten Orte der Hansestadt.

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Michaela Schaffrath (49), Schauspielerin. Foto: C. Anthonyo

Neues Jahr, neues Glück! Das klingt zunächst etwas pathetisch, aber genau diesen „Schlachtruf“ brauchen wir jetzt in dieser immer noch turbulenten und aufreibenden Zeit, in der niemand wirklich konkret sagen kann, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Was haben wir uns alle auf das neue Jahr gefreut, in der Hoffnung, dass es wieder besser wird oder wenigstens anders. Nun ja, einiges ist nicht wirklich besser, aber ein paar Dinge sind erfreulicherweise anders. Zum Beispiel gibt es endlich mehrere Impfstoffe gegen dieses lästige Virus, die Grenzwerte für Stickoxid sind erstmals seit 2010 eingehalten worden, Werder Bremen hat mit 18 Punkten nach 17 Spieltagen einen großen Abstand auf die direkten Abstiegsplätze und Amerika hat– by the way – einen neuen Präsidenten.
Vieles ist natürlich noch beim Alten, aber es war, realistisch betrachtet, nicht damit zu rechnen, dass das Virus sich am Kalender orientiert und im Januar verzieht.

Eigentlich sollte ich seit Anfang des Jahres mit dem Stück „Der Mustergatte“ wieder in Bonn auf der Theaterbühne stehen, und im Anschluss waren einige Gastspiele quer durch die Republik geplant. Ob und wann das Stück nachgeholt wird, steht in den Sternen. Das betrifft auch meine beiden weiteren Engagements in diesem Jahr, mal abgesehen von den TV- und Kinoproduktionen. Aber so ist es nun mal. Jeder von uns hat sein „Päckchen“ zu tragen. Und wir dürfen bei alledem nicht vergessen, dass wir in diesem besonderen Fall alle in einem Boot sitzen. Nichtsdestotrotz dürfen wir nicht aufgeben und schon gar nicht daran zerbrechen. Meine Omi hat immer gesagt: „Aufstehen, Krönchen richten und weiterlaufen.“ Sie hatte Recht! Wir sollten aufeinander aufpassen und zum Durchhalten motivieren. Ändern Sie den Blickwinkel, genießen Sie die Zeit zu Hause mit Ihren Liebsten und nutzen Sie sie vielleicht auch, um das Leben zu reflektieren und sich neue Ziele zu setzen. Machen Sie das Negative zum Positiven, erfinden Sie sich neu. Es gibt bestimmt Hobbys, die entdeckt werden wollen.

Dranbleiben und Durchhalten ist die Devise – dann klappt’s auch mit dem Glücklichsein im neuen Jahr!