Start Bremen Höllings Blick hinter die Kulissen Fischer-Mans-Friends

Fischer-Mans-Friends

Matthias Höllings, ehemaliger Pressesprecher der ÖVB-Arena, wirft in seiner Kolumne einen Blick auf die ältere und jüngere Vergangenheit und wagt dabei auch schon mal einen Blick hinter die Kulissen.

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Matthias Höllings
Matthias Höllings.

Der Januar hat es in sich in der ÖVB-Arena. Da kann einem bei „sixdays“ im Kreis fahren schon mal schwindelig werden. Doch bevor es soweit kommt, startet erst noch einmal das „Feuerwerk der Turnkunst“ mit der Show „Aura“. Und natürlich steht noch „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit dem Hinweis „Das Original“ auf dem Jahresanfangsterminzettel. Schmeißt man das alles zusammen in einen Topf, ergibt das möglicherweise ein Aschenbrödel mit eigener Aura als Original, das sich Helene Fischer nennt.

Die liefert dann ihr ganz besonderes Feuerwerk der Gesangs- und Turnkunst ab.
Haselnüsse wird die aus Sibirien stammende Schneeprinzessin Fischer wohl nicht dabei haben, aber viele Fans, denen es mehr als nur warm ums Herz werden wird. Die männlichen Verehrer sind vom Helenchen begeistert, weil sie gerne auch so eine Freundin hätten und die Frauen schwärmen von ihr, weil – ja, weil sie auch gerne so eine Freundin hätten. Was soll man da noch sagen? Sie ist halt everybodys darling – die ist aber auch nett, diese Frau Fischer, oder?

Helene Fischer
Völlig uneitel: Helene Fischer. Foto: Roland Scheitz

Doch, ist sie – habe ich selbst erlebt, als sie das letzte Mal für zwei Tage die Arena gefüllt hat. Dafür gab es eine Auszeichnung für gleich zwei ausverkaufte Konzerte in Bremen mit Fototermin, Händeschütteln und allem Pipapo nur wenige Augenblicke vor dem Auftritt hinter der Bühne.
Viele Stars sind in solchen Situationen oft sehr nervös und angespannt, bekommen einen Tunnelblick und möchten niemanden mehr um sich herum sehen. Helene war da völlig tiefenentspannt und freute sich über ihren Award. Der Preis fiel allerdings fast so groß aus wie sie selbst. Da sie ein Exemplar davon gleich vor Ort signieren sollte, ging Helene dafür spontan in die Hocke und fragte von dort unten völlig uneitel nach oben, ob sie zusätzlich zu ihrem Autogramm auch noch einen Dank an ihr Team dazuschreiben dürfe? Nach einem weiteren Autogramm, diesmal ins Gästebuch, plauderte sie vor ihrem zweiten Auftritt noch munter drauf los und beantwortete gut gelaunt Fragen zu ihrem Auftritt am Vorabend. Selbst von ihrem Management ließ sich das Energiebündel nicht aus der Ruhe bringen. Ihre gesamte Crew war mittlerweile etwas hektisch geworden. Einige Mitarbeiter deuteten unruhig auf ihre Armbanduhren und gaben Frau Fischer wild gestikulierend Zeichen zum Abmarsch. Auf die Künstlerin machte dies alles keinen großen Eindruck. Sie fragte mit einem strahlenden Lächeln in die Runde:

Helene Fischer
Ganz entspannt: Helene Fischer. Foto: Roland Scheitz

„Wir haben doch noch Zeit, oder? Sind doch noch drei Minuten bis zum Auftritt, aber wenn ihr wollt, dann legen wir jetzt mal los.“ Und das tat sie dann auch und wird es Ende Januar erneut tun. Wieder zwei Abende lang.