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Stammgäste übernehmen

Das „Calavera“ soll mit Crowdfunding erhalten werden

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Foto: privat

Eigentlich sind Sascha Prößler und Jörg Hiermayr seit Jahren
„nur“ Gäste im Calavera und hatten sich kurz vor der Pandemie überlegt, mal einen Abend lang nur Indie- und Punkrock aufzulegen. Das klappte gerade noch, doch dann kam alles anders. Jetzt, nach fast zwei Jahren Pandemie, teilte ihnen der aktuelle Betreiber mit, er wolle nicht mehr weitermachen. Das war ein Schock für die beiden. „Wenn aus dem Calavera etwas anderes geworden wäre, hätten wir keinen Ort mehr in Bremen gehabt, wo Menschen jedes Wochenende zu Gitarrenmusik feiern und tanzen können, das wollten wir auf keinen Fall zulassen“, sagt Sascha Prößler. Nach einigen Ideen und verschiedenen Ansätzen, wie die kleine Kellerdisco gerettet werden könnte, entschlossen sich die beiden, alle Fäden selbst in der Hand zu behalten. „Wenn wir das schon machen, wollen wir auf keinen Fall, dass das Konzept irgendwie verwässert werden kann“, betont Jörg Hiermayr. „Uns treibt vor allem die Liebe zu diesem Laden und die Liebe zu Gitarrenmusik an. Unsere Motivation ist es, einen solchen Ort in Bremen zu erhalten“, sagt Prößler. Perspektivisch stellen sie sich auch vor, dass hier jungen Bands eine Plattform geboten werden kann. „Ich liebe Livemusik und bin oft auf Konzerten und Festivals, mein Traum ist es, dass im Calavera auch Bands auftreten können“, sagt Prößler. „Wir erfahren viel Unterstützung und Zuspruch, sowohl von Gästen und Freunden als auch aus der Gastroszene. Allen, denen viel an der Bremer Kultur und Subkultur liegt, ist es ähnlich wichtig wie uns, dass hier nicht noch ein Laden verschwindet. Für uns ist der kleine Club im Bremer Viertel bunt und eindeutig divers“, meint Hiermayr. Um die Übernahme des Calavera zu finanzieren, haben Prößler und Hiermayr eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. „Leider lässt sich mit Liebe allein so ein Vorhaben nicht realisieren, deshalb brauchen wir die Unterstützung der Crowd. Wir sind auch mit der Bremer Aufbaubank im Gespräch, die uns engagiert und unbürokratisch berät und unterstützt und sich eventuell mit einem Kredit beteiligen wird.“ Wann genau die Wiedereröffnung ist, kann derzeit pandemiebedingt noch nicht gesagt werden. „Wir hoffen aber auf das Frühjar, vielleicht klappt es ja schon im Februar“, so Hiermayr.

Die Crowdfundung-Kampagne für das Calavera ist im Internet zu
finden unter: www.startnext.com/calavera-bremen.