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Anerkennung mit Verspätung

Mini-Sportgala: Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2020 im Land Bremen ausgezeichnet

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Strahlende Sieger: Rollkunstläufer-Duo Palmira Seeger-Suarez und Paul Turbanow. Foto: FR

Mit einigen Wochen Verspätung und in deutlich kleinerem Rahmen als ursprünglich geplant, sind am 23. Juni auf der Bremer Galopprennbahn die Sportler des Jahres im Land Bremen geehrt worden. Moderiert wurde die Mini-Sportgala, bei der nur 50 Personen zugelassen waren, von Jörg Wontorra und Lea Reinhard. „Ich bin glücklich, dass wir das noch vor den Sommerferien hinbekommen haben. Die Sportler haben es sich verdient, ein sol-ches Forum zu bekommen“, erklärt Peter Gagelmann, Vorsitzender der Sportstiftung Bremen.

Die Tänzerin Rike Jürgens. Foto: FR

Bei den Frauen setzte sich die Bremerhavenerin Rike Jürgens durch. Die Abiturientin ist 2019 Weltmeis-terin im Hip-Hop geworden – und das vor eigenem Publikum in der Bremerhavener Stadthalle. Nominiert für den Titel „Sportlerin des Jahres“ waren außerdem Fußballerin Pia-Sophie Wolter und Beach-Volleyballerin Kim Behrens. „Ich bin so happy. Der WM-Titel war natürlich etwas ganz Besonderes. Jetzt noch Bremer Sportlerin des Jahres zu werden, ist für mich die Krönung. So einen Titel gewinnt man vermutlich nur einmal im Leben“, kommentiert die Tänzerin ihre Auszeichnung. Auch wenn sie wie viele andere Sportler durch die Corona-Krise ausgebremst wurde, hat Rike Jürgens in Zukunft noch viel vor. „Wir starten jetzt so langsam wieder mit dem Training. Vor Corona habe ich fünf- bis sechsmal pro Woche trainiert, aktuell bin ich bei drei Trainingseinheiten. Das wirkt sich natürlich auf die Fitness aus. Da in diesem Jahr alle Meister-schaften ausfallen, will ich die Zeit vor allem nutzen, um an mir selbst zu arbeiten“, so Jürgens. „Sportler des Jahres 2019“ wurde Radprofi Lennard Kämna. Er gewann die Wahl vor Schwimmer Florian Wellbrock und Eishockey-Crack Jan Urbas. Kämna ist erst der dritte Bremer, der es zur Tour de France geschafft hat – dem wichtigsten Radrennen der Welt. Seinen Preis konnte er allerdings nicht persönlich entgegennehmen, da er derzeit im Höhentrainingslager in den Alpen ist. „Ich freue mich riesig, Bremens ‚Sportler des Jahres‘ zu sein. Es ist immer schön, wenn man den Support aus der Heimat hat und sieht, dass dort Erfolge anerkannt werden und man gesehen wird“, sagte Kämna, der bei der Sportgala live per Video zugeschaltet war.

In der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ durfte der Grün-Gold-Club Bremen erneut jubeln. Die Lateinformation von Erfolgstrai-ner Roberto Albanese hat im vergangenen Jahr die Weltmeister-schaft in Bremen gewonnen, nun folgte der nächste Titel. Auch in den anderen Kategorien gab es strahlende Gewinner. „Trainer des Jahres“ ist die Bremer Volleyball-Legende Gert Stürmer. Palmira Seeger-Suarez und Paul Turbanow bekamen den Nachwuchsför-derpreis in der Kategorie „Beste Mannschaft“ verliehen. Die beiden Rollkunstläufer setzten sich bei der WM in Barcelona gegen sechs andere Teams durch. Der „Nachwuchsförderpreis Individual“ ging an die Handballerin Naomi Conze. Leon Schäfer wurde nach 2015 erneut zum „Behindertensportler des Jahres“ gewählt. Im Novem-ber holte der Leichtathlet, dessen rechter Oberschenkel amputiert ist, bei der Para-WM in Dubai Silber im 100-Meter-Sprint und Gold im Weitsprung. Als „Betriebssportgemeinschaft des Jahres“ wurde die BSG SG Stern geehrt.